„Keep smiling“ – Narrenmesse der Narrenzunft Nautle, erstmals mit anschließendem Nautleball
Am späten Samstagnachmittag fand unter dem Motto „Keep smiling“ in der Fideliskirche die Narrenmesse der Narrenzunft Nautle statt. Anschließend gab es einen Umzug zur Zunftstube wo der der Nautleball stattfand. Von Hubert Pfister.
Angeführt von der Burladinger Lumpenkapelle zogen der katholische Pfarrer Joachim Greulich und sein evangelischer Amtsbruder Christian Schmitt sowie der Nautlechor und alle Mitwirkenden um die Organisatorinnen Daniela Entreß, Andrea Leibold und Susi Ruf in die Kirche ein. Speziell war die Liedauswahl mit Melodien wie „Wir sind alle kleine Sünderlein“, „Wir kommen alle in den Himmel“ und dem „Narrenmarsch“.
Dann gaben Daniela Boss und Andrea Maier wissenswertes über das Lachen preis. Erwachsene etwa, lachen täglich annähernd 15 mal, während es Kinder auf rund 400 Mal täglich bringen. Die Pfarrer Greulich und Schmitt verfassten einen Teil ihrer Predigt in Reimform und versuchten sich leidlich am schwäbischen Dialekt: „Mir hocket heut im Gotteshaus, mit Maska, Glanz und viel Applaus. Die Narra kimmet, froh und b’seelt, des isch halt unsere schwäbische Welt.“ Und: „A freie Narraweisheit isch des, wenn ma trotz allem anderen des Guate sieht, net bloß da Stress. Mir sind a bissle wie d’Narra selbst, mit Maska, dia verberget was innen schwellt. Doch unterm Häs, unterm Glitzer und G’schrei, klopft a Herz, des will nur, dass Friede sei.“
Dann lagen vor dem Altar verschiedene Smileykarten und alle Besucher durften nach vorne kommen und auf die Rückseite scheiben, was ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Nach den Fürbitten, vorgetragen von Mitgliedern der Narrenzunft und der Segnung der Narren und Masken machte ein Klingelbeutel die Runde. Dieses Mal aber galt es nicht etwas einzuschmeißen, sondern – so lange der Vorrat reichte – sich einen Smileyschlüsselanhänger zu nehmen.
Musikalisch wurde die Narrenmesse von der Lumpenkappelle Burladingen, dem Nautlechor sowie einer Nautleband, bestehend aus Hans Jauch, Martin Buck und Michael Eisele umrahmt. Die beiden Zunftmeister dankten allen die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen hatten und luden zum Nautleball in die Zunftstube ein.
Den dorthin führenden Umzug führte der Fanfarenzug unter der Leitung von Norbert Schmid an. War die Stimmung anfänglich noch etwas verhalten, so platzte spätestens beim Auftritt des Fanfarenzugs der Knoten und es wurde bis in die Nacht hinein gefeiert.
