Spott und Sport – der Burladinger Bürgerball der Narrenzunft Nautle überzeugte auf der ganzen Linie

Die Festhalle bis auf den letzten Platz gefüllt, ein Programm von melodiös bis scharfzüngig, von akrobatisch bis graziös und eine beste Stimmung bis in die Nacht hinein. Was braucht es mehr, damit der traditionelle Bürgerball der Narrenzunft Nautle wieder mal rundum gelang? Von Hubert Pfister.

Pünktlich zog der Fanfarenzug unter der Leitung von Johannes Heinzelmann in die vollbesetzte Halle ein. Im Gefolge die Zunftmeister Michael Dietrich und Jan Klein die die Besucher in Reimform aufs herzlichste begrüßten. Unter den Gästen weilten auch Bürgermeister Davide Licht und der CDU-Landtagsabgeordnete Manuel Hailfinger. Ebenfalls im Gefolge der stellvertretende Zunftmeister Oliver Acker als Läufer, der dann auch gleich den ersten Auftritt folgen ließ. Ob eine Gruppe einen Tag zu spät zum Konzert nach Stuttgart wollte, jemand statt Scheibenwischwasser Bodenreiniger einfüllte oder bei einer Veranstaltung auf dem Marktplatz kleine Bier verkaufte und die großen hinter der Theke selber trank – nichts entging dem Läufer. Die Nautlekids tanzten unter der Leitung von Alisa Gäßler und Lisa Fuchs und viel Applaus „einen typischen Tag an der Fasnet“ ehe die „alten Handballer“ die Kochlöffel auspackten und es zu den Klängen von Akkordeonist Johannes Scheu so richtig krachen ließen. Den Schlusspunkt des ersten Programmteils markierte die „Dance Generation“ des TSV Burladingen unter der Leitung von Michaela Hauser.

Die Pause wurde versüßt mit einer Schunkelrunde der Partyband „Querbeet-Live“ die auch nach Programmende bis weit in die Nacht hinein für Stimmung sorgte. Andrea Maier als „Frau Maier“ glossierte das Dorfgeschehen. Sie war es auch die durch das Programm führte und die Auftritte ansagte. Die „Drädudler“ Johannes Heinzelmann und Martin Buck widmeten sich in ihren Liedern dem Schwäbischen Essen und einem randvollen Dixi-Klo. Bei den Sportskanonen, die ebenfalls von Alisa Gäßler angeleitet wurden, hieß es anschließend „Wir machen Sport“ was sowohl gesanglich als auch sportiv überzeugend rübergebracht wurde. Dann bahnten sich schon die ersten Buh-Rufe an, denn die den Burladingern überhaupt nicht wohlgesonnene „Alt Hermannsdorfer Feierwehrkapell“ betrat die Halle. Hubert „Hubbe“ Pfister mit der Band Wonderbrass ließ kein gutes Haar an der Stadt: „In Burladingen hält ein Reisebus, nicht mal wenn der Fahrer muss“ und auch Hailfinger und Licht bekamen ihr Fett ab. „Das Geld geht raus – nichts mehr auf der Seite, Herr Licht sehn Sie’s ein, die Stadt ist pleite“. Dem ließ die Feierwehrpelle ein „Wer soll das bezahlen“ folgen. Den fulminanten Schlusspunkt setzte das Männerballett unter der Leitung von Sabrina Pfister und Alexandra Riedinger mit „Räuber und Gendarm“. Klar, dass die jungen Männer, so wie die meisten Akteure des Abends, um eine Zugabe nicht umhin kamen. Der „Burladinger Blechschaden“ stattete den Nautle ebenfalls einen Besuch ab und brachte die Stimmung richtig zum Kochen. Danach wurde bis in die tiefe Nacht hinein  zu den Klängen von „Querbeet-Live“ getanzt.

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