Fasnetspiel Samstag 16. Februar 2019


Der (schein)heilige Stephanus / Historisches Burladinger Fasnetsspiel hat über hundertjährige Tradition
Burladingen (hp). Am Samstag findet das 14. Fasnetsspiel nach seiner Wiederbelebung statt. Mit Fasnetsspielern, Hochzeitsladern, Kassenbuben und Musikanten sind rund 250 Akteure in Burladingen unterwegs. Um 15:00 Uhr kommt „Der (schein)heilige Stephanus“ zur Aufführung. In dem kleinen schwäbischen Dorf ist vom wirtschaftlichen Aufschwung rein gar nichts zu spüren. Die ortsansässigen Geschäftsleute sind sich einig: das muss sich ändern! Bürgermeister Schnäpperle hat auch schon eine zündende Idee: ein „Wunder“ soll aus dem verschlafenen Nest einen viel besuchten Wallfahrtsort machen und die Kassen kräftig klingeln lassen. Der mit der Ausführung beauftragte Bastl soll sich als heiliger Stephanus verkleidet am Seitenaltar der Dorfkirche positionieren und im passenden Moment „zum Leben erwachen“. Doch das geht gründlich daneben. Auf der Bühne stehen Hubert Pfister als Brauereibesitzer und Bürgermeister Schorsch Schnäpperle, Josef Entreß als Wirt Alois Maier, Johannes Holzer als Bäckereibesitzerin Senze Mutschler und Robert Kramer als Kramerin Fidelia Huber. Als Bedienung Vroni ist Udo Bartsch zu sehen, Bernhard Schmid als Brauereiarbeiter Bastl, Michael Mauz als Pfarrer Blumeneder und Matthias Schmid und Simon Riehle als die älteren Dorfbewohnerinnen Rosa Gschwindtle und Christl Berger. Läufer Johannes Leibold wird vor dem eigentlichen Fasnetsspiel das Burladinger Geschehen glossieren. Bei allem wird Wert auf Tradition gelegt. So werden die Frauenrollen beim Fasnetsspiel ebenso von Männern gespielt wie die Bräute beim Hochzeitsladen, die übertrieben falschen Bärte und die Kränze der Fasnetsspieler sind zu sehen, das Klappern der Holzkisten der Kassenbuben ist zu hören. Beim so genannten „Hauzeglada“ wird wie früher zur Hochzeit eingeladen, indirekt aber auf das nachmittägliche Fasnetsspiel hingewiesen: „Miar wette zor Haozeg eilada, kommet au heit Middag am drui a d Zunftstub, d’Scheke dätemer glei mit neamma“. Wie die Jahre zuvor sind die Besucher eingeladen in altem Häs zu erscheinen. Die Wetterprognose lässt wieder einmal einen guten Besuch erwarten. Nach dem Fasnetsspiel wird die „Hauzegscheke“ in einer großen Pfanne gebraten und an die Gäste kostenlos ausgegeben. Danach wird in der Zunftstube, den Besenwirtschaften und den Gaststätten bis in die Nacht hinein gefeiert. Bereits um 1900 herum wurden in Burladingen so genannte Fasnetsspiele aufgeführt, bei denen auf einem Wagen Theaterstücke unter freiem Himmel aufgeführt wurden. Diese Tradition setzte sich zwischen den Weltkriegen fort. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurde, allerdings dann häufig im Lindensaal, weiter Theater gespielt. Im Laufe der fünfziger Jahre schlief die Tradition des Fasnetsspiels aber dann gänzlich ein. 2006 setzte die Narrenzunft Nautle die Tradition mit „Die Treibjagd“ wieder fort.

Fasnetspiel
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Fasnetspiel Samstag 27. Januar 2018


Tante Karolines Erben / Burladinger Fasnetsspiel hat über hundertjährige Tradition
Burladingen (hp). Seit Monaten bereiten sich die Burladinger Fasnetsspieler auf den diesjährigen Event vor. Am 27. Januar findet das 13. Fasnetsspiel nach seiner Wiederbelebung statt. Gespielt wird in Burladingen seit weit mehr als hundert Jahren.
Die Akteure sind nahezu dieselben wie die Jahre zuvor. Michael Mauz als Karl Esenwein, ein Neffe von Tante Karoline und Simon Riehle als dessen Frau Klara. Hubert Pfister als zweiter Neffe Otto Esenwein und Robert Kramer als dessen Frau Hedwig. Bernhard Schmid spielt die einzige Nichte der Erbtante, Berta Esenwein. Das Nonett vervollständigen Johannes Holzer als Notar Dr. Huber, Matthias Schmid als Haushälterin Rösle Schwertfeger, Josef Entreß als Rössle-Wirt und Udo Bartsch als Totengräber August Gräble. Wie oft in solchen Fällen, wird im Hause Esenwein das Ableben der Erbtante förmlich herbeigesehnt, um in den Genuss des großen Erbes zu kommen. Als die reiche, aber kinderlose Tante Karoline endlich das Zeitliche segnet, kommt jedoch ein sonderbares Testament zum Vorschein, das die Erben zuerst himmelhoch jauchzen, aber am Ende zu Tode betrübt sein lässt. Wobei wieder einmal bewiesen wird, dass man sich nicht aufs Erben verlassen soll. Bereits am Morgen werden über 200 Akteure in 14 Gruppen mit allen Lumpenkapellen der Stadt durch die Burladinger Straßen ziehen, so viele wie noch nie. Ab 14:30 Uhr werden die einzelnen Gruppen an der Fehlaquelle beim Fasnetswagen aufmarschieren und vorgestellt. Danach glossiert Läufer Johannes Leibold das Burladinger Geschehen ehe auf dem Wagen unter freiem Himmel das Fasnetsspiel „Tante Karolines Erben“ aufgeführt wird. Dabei wird Wert auf Tradition gelegt: Frauenrollen werden von Männern gespielt, die übertrieben falschen Bärte, das Klappern der Holzkisten der Kassenbuben, die Kränze der Fasnetsspieler und vieles mehr. Gespielt wird bei jedem Wetter, der Eintritt ist frei, die Kassenbuben nehmen eine Spende gerne entgegen und händigen den diesjährigen Flyer mit alten und neuen Bildern aus. Wie die Jahre zuvor sind die Besucher eingeladen in altem Häs zu erscheinen. Nach dem Fasnetsspiel wird die „Hauzegscheke“ in einer großen Pfanne gebraten und an die Gäste kostenlos ausgegeben. Danach wird in der Zunftstube, den Besenwirtschaften und den Gaststätten bis in die Nacht hinein gefeiert.

Fasnetspiel Kollektiv
Plakat Fasnetspiel 2018

 

Fasnetspiel Samstag 11. Februar 2017

Alte Wurzeln der Fasnet / „Der Moormörder“ / Fasnetsspiel der Narrenzunft Nautle
Burladingen. Schon im vorletzten und letzten Jahrhundert waren die sogenannten Fasnetsspiele eine Besonderheit. Vom Wagen herab wurde Theater gespielt. Die Narrenzunft Nautle Burladingen war im Jahr 2006 eine der ersten, wenn nicht die erste im Land, die das traditionelle Fasnetsspiel nach althergebrachten Brauchtümern wieder belebte, um der Burladinger Straßenfasnet ein kleines Stück ihres alten Gesichtes wieder zu geben. Am Samstag 11. Februar 2017 veranstaltet die Narrenzunft Nautle das traditionelle Fasnetsspiel in der Josengasse bei der Zunftstube. Bereits am Morgen werden um die 200 Akteure in 13 Gruppen mit allen Lumpenkapellen der Stadt durch die Burladinger Straßen ziehen. Die „Hauzeglader“ laden dabei gemeinsam mit den Kassenbuben und Musikanten zum Fasnetsspiel ein. Ab 14.30 Uhr werden die einzelnen Gruppen an der Fehlaquelle beim Fasnetswagen aufmarschieren und vorgestellt. Um 15.00 Uhr wird auf dem Wagen unter freiem Himmel das Fasnetsspiel „Der Moormörder“ aufgeführt. Dabei wird Wert auf Tradition gelegt: Frauenrollen werden von Männern gespielt, die übertrieben falschen Bärte, das Klappern der Holzkisten der Kassenbuben, die Kränze der Bräute und vieles mehr. Über Besucher in altem Häs freuen sich Nautle besonders, für Bewirtung rund um das Fasnetsspiel ist bestens gesorgt. Unter anderem ist die Zunftstube geöffnet.
Hubert Pfister


 

Sensationeller Zufallsfund

 

Sensationeller Zufallsfund / Drei Bücher von Josef Klaiber aufgetaucht / In Sütterlin geschrieben
Burladingen (hp). Die Burladinger Fasnetsspieler können sich kurz vor dem Fasnetsspiel über einen kleinen sensationellen Fund freuen. Mehrere verlegte Bücher sowie drei originale in Sütterlin geschriebene Theaterstücke des Burladingers Josef Klaiber kamen ans Tageslicht.
Da staunte Fasnetsspielleiter Hubert Pfister nicht schlecht als ihm Bernd Pfister seinen Fund übergab. Der Ehrenvorsitzende des TSV Burladingen fand im Schreibtisch seines 2004 verstorbenen Vaters Bernhard einen kleinen Schatz. Auf der Suche nach alten Bauplänen kamen original Entwürfe zum Vorschein. Besondere Wertschätzung kommt den drei in Sütterlin geschriebenen Büchern entgegen. Dienstmann Nr. 24 oder „Wer`s Glück hat, führt die Braut heim“ ist ein Lustspiel in fünf Aufzügen für zehn männliche Personen auf 73 Seiten und wurde bereits in Burladingen aufgeführt. Das bislang unbekannte „Durch Leid zum Glück“ oder „Ein unerwartetes Wiedersehen“  ist für 13 Personen auf 84 Seiten. Letztes Buch ist das noch nie aufgeführte Ritterschauspiel aus der Zeit des Bauernkriegs in sechs Aufzügen und für 23 Personen geschriebene „Getreu in Pflicht Getreu in Not“. Ein weiterer Zufall wollte es, dass der pensionierte Lehrer und beider Bekannter Gerhard Lehmann Wind von dem Fund bekam. Er, der sich derzeit mit seiner Familiengeschichte befasst, hatte sich wieder in die Sütterlin Schrift eingelesen. Begeistert von alten Schriften machte er sich ans Übersetzen. Interessant war das Ritterschauspiel und darin insbesondere die Unterhaltung zwischen Ritter Gottfried (Siegfried) von Lichtenstein und seinem Bruder Ritter Wildhans von Höhlnstein: „W: Darum habe ich keine Sorge, lieber Bruder. Freilich, auf meiner Burg möchte ich sie nicht lassen, denn der alte Kasten, der Höhlnstein in Stetten drüben, wär leicht zu überrumpeln! Darum habe ich auch alle sichergebracht. Hier, an den festen Mauern des Lichtensteins, werden sich die Schufte schon ihre harten Schädel einrennen. Oder glaubst du gar, dass selbst der Lichtenstein den Bauernfäusten zum Raub fallen wird? G: Gewiss, der Lichtenstein ist nicht leicht zu erstürmen, ich glaube auch nicht, dass meine Bauern etwas gegen unsre Burg unternehmen. Auf die Neufraer Bauern kann ich mich verlassen, denn ich habe sie sehr mit Achtung behandelt und ihnen Abgaben nicht zu hart gestellt. Von den Gauselfingern kann ich das nicht behaupten, obwohl ich auch sie gut behandle, kommen sie mir nicht aufrichtig entgegen. Es ist aber ein anderer Menschenschlag. W: Wie bei mir in Stetten. Die Stettener sind undankbare Menschen, reicht man ihnen den kleinen Finger, so wollen sie die ganze Hand. Drum habe ich ihnen oft nicht nur die ganze Hand, sondern auch noch meine Faust zu spüren gegeben. Und das ist gut so. Sie wissen, dass mit dem Wildhans nicht zu spaßen ist, darum habe ich auch keine Angst, dass sie in meiner Abwesenheit etwas gegen mich unternehmen.“

INFO: Josef Klaiber war eine der herausragenden Personen in der Geschichte des Burladinger Fasnetsspiels. Geboren am 4. Mai 1883 in Burladingen, Fabrikarbeiter und Landwirt. Am 11. Januar 1909 heiratete er Juditha Vögtle. Josef Klaiber schrieb selbst viele Fasnetsspiele. Insgesamt ist er auf sechs existierenden Bildern abgebildet. Darunter in den Jahren 1922, 1924, 1925, 1926 und 1927. Bemerkenswert ist, dass Theaterstücke von Josef Klaiber schon damals im Rheinischen Theaterverlag in Euskirchen erschienen sind. Zu seinen Werken gehört „Trotzdem und dennoch“ oder „Der bekehrte Weiberfeind“, ein Lustspiel mit Gesang in fünf Aufzügen, von dem damals zehn Stück mit Aufführungsrechten um 20 Reichsmark erworben werden konnten. Aber auch „Michel auf dem Standesamt“, „Die verhängnisvolle Zeitung“ und „das Echo“ oder „Wie Kapellmeister Schwindelmayer in der Waldschenke Reklame macht“ – allesamt Einakter – stammen von ihm und wurden verlegt. Auch einige der letzten in Burladingen vor einer mehr als 50jährigen Pause aufgeführten Fasnetsspiele wie „Daxhannes der Wilddieb“, eben der „Dienstmann Nr. 24“ oder auch „Wer’s Glück hat führt d’Braut heim“ im Jahr 1951 und „Professor Schnäcke in der Sommerfrische“ im Jahr 1952 waren aus der Feder von Josef Klaiber. Wohnhaft war er in der Pfarrgasse 2. Der Ehe von Josef Klaiber entsprangen zwei Kinder. Josef Xaver und Christina Klaiber. Sohn Josef Klaiber heiratete am 21. November 1939 in Beuron die bekannte Burladingerin Julie Klaiber, geborene Pfister. Josef Klaiber wurde am 29. Mai 1934 im Alter von 51 Jahren beim Holzfällen in den Gemeindeverwaldungen in der Nähe von Hermannsdorf von einer Tanne erschlagen. In den Kirchenbüchern hat Pfarrer Biener darüber vermerkt„Der Tod trat sofort ein. Er konnte nicht mehr versehen werden. Klaiber war ein stiller strebsamer Mann, Mitglied des Kirchenvorstandes, der Gemeindevertretung, des Kreises.“ In einem Nachruf der örtlichen Presse vom 30. Mai ist zu lesen: „Er war ein guter Familienvater, ein arbeitsfreudiger und regsamer Mann, ein lieber Berufskamerad, gerecht im Wollen, mutig im Bekennen, christlich und sozial in seiner Gesinnung, ein aufrechter Mann, der dem Arbeiterstande Ehre machte, sich frei von Ehrgeiz gehalten, aber viel Achtung, Ansehen und Vertrauen erworben hat, ein uneigennütziger Mithelfer in der Kirchengemeinde und in der politischen Gemeinde, bei den Vereinen.“

Gerhard Lehmann beim Übersetzen

 

Bernd Pfister übergibt den Fund an Fasnetsspielleiter Hubert Pfister

 

Die Fundstücke

 

 


 

 

 

Fasnetsspiel bewegt wieder Massen / Der Dorfpoet / Alte Tradition lebt auf

Die Narrenzunft Nautle feierte am Samstag das elfte Fasnetsspiel nach seiner Wiederbelebung. Den ganzen Tag über waren die „Hauzeglader“, über 200 Bräute, Bräutigame, Kassenbuben und Musikanten unterwegs.
Am Morgen traf sich die große Fasnetsspielgesellschaft bereits um acht Uhr im Cafe Roder zum Frühstück, das verbindet, stärkt für den Tag. Zunftmeister Josef Entreß begrüßte, Fasnetsspielleiter Hubert Pfister instruierte und Joachim Gerlach trug den traditionellen Brautspruch vor in dem er die einst zahlreichen Wirtschaften der Stadt in Erinnerung rief: „Im Reichsadler ischt`s heit au nemma sche, statt was zum Saufa griagscht do jetzt a Wäschmasche“. Die Burladinger Lumpenkapelle gab noch eine Gesangseinlage ehe es los ging. In 13 Gruppen waren die Hauzeglader bei idealem Wetter in der ganzen Stadt verteilt unterwegs. In vielen Häusern wurden sie fürstlich bewirtet und mancher wagte ein Tänzchen. So auch Karl-Wilhelm Röhm, neben Andreas Glück und Klaus Käppeler Kassenbub und Landtagsabgeordneter. Sie luden zur Hochzeit ein, die „Hauzegscheke“ nahmen sie nach alter Tradition gleich mit. Währenddessen zogen die Fasnetsspieler zur Bühne und stellten das Bühnenbild ehe Friseur Konny Maier aufgesucht wurde, der die falschen Bärte anklebte. Ab 14.30 Uhr zogen die Gruppen, mit allen Lumpenkapellen der Gesamtstadt, vom Zoller hin zum Theaterwagen. Das Spektakel begann mit dem Läuferspruch von Johannes Leibold der nichts ausließ. Auch er hatte sich unter anderem die Wirtschaften der Stadt zum Ziel gemacht: „Ond nommol a Neueröffnung isch en Sicht
s'Waldhorn kriag wieder a nuis Gsicht. Ma munklet jo, aber mi goht's nix a
des gäb a bayrisch-türkisch Restaurant. Do geits noch an Schweinshaxadöner knusprig und edel, gfüllt ena riese Semmelknödel. Morum au it, semmer mol frauh, ma ka wieder ge eikeira gau.“ Dann wurde auf dem Wagen „Der Dorfpoet“ gespielt. Schustermeister Leistenhuber hatte mal wieder etwas tiefer ins Glas schaut und in dem Zustand ein Gedicht zum Empfang des Fürsten zugesagt. Dann sollte auch seine Tochter Vevi die Festjungfer werden. Die weit über 500 Besucher waren begeistert. Dann gab es das Gruppenbild wie es schon seit über hundert Jahren Tradition ist, die „Hauzegscheke“ bestehend aus Eier und Speck wurde in die Pfanne geschlagen und kostenlos an die Besucher ausgegeben. Anschließend ging das närrische Treiben in der Zunftstube, auf der Straße, in Besenwirtschaften und zahlreichen privaten Stuben weiter.

Mitwirkende:
Schorsch Leistenhuber, Schustermeister Hubert Pfister                          
Genoveva, genannt Vevi, sein hübsches Töchterlein Michael Mauz
Konrad Geistberger, der Dorfschullehrer Robert Kramer
Alois Zintlgruber, Feuerwehrhauptmann Bernhard Schmid
Josef Rottenkolber, erster Bürgermeister Josef Entreß
Ignaz Hägele, Ökonom und zweiter Bürgermeister  Mathias Schmid
Ferdinand Fäustlinger, Dorfschmied Johannes Holzer
Anton Zwerdlinger, Gemeindediener Eberhard Brunner
Eleonore Stüpflinger, genannt Lore Udo Bartsch

Inhalt:
Schustermeister Leistenhuber ist eigentlich ein braver Mann. Ab und zu kommt es aber schon mal vor, dass er etwas tiefer ins Glas schaut. In diesem Zustand überkommt ihn dann unwiderstehlich der Drang zum Reimen, was ihm den Ruf des Dorfpoeten einbringt. Mit seiner einzigen Tochter Vevi hat er große Pläne: Sie soll den reichen Schuhfabrikanten Salamandinger heiraten und somit für die Zukunft ausgesorgt haben. Vevi hat jedoch ihr Herz ausgerechnet an den Dorfschullehrer Geistberger verloren, den Leistenhuber nicht ausstehen kann. Nun steht das 25-jährige Bestehen der Dorffeuerwehr bevor. Ein großes Fest soll steigen und selbstverständlich auch eine Fahnenweihe stattfinden. Schulmeister Geistberger stellt aufgrund seiner verwandtschaftlichen Beziehungen sogar das Kommen des Fürsten von Hohenzollern in Aussicht. Deswegen ist nun das ganze Dorf aus dem Häuschen. Vor allem eine Frage beschäftigt die Dorfbewohner: Welches Mädchen erfüllt die hohen Anforderungen einer Festjungfer? Nach längerer Diskussion bekommt Schus-termeister Leistenhuber dieses Ehrenamt für seine Tochter Vevi, jedoch verbunden mit dem Auftrag, für den Empfang des Prinzregenten ein Gedicht zu schreiben. Nun hat Leis-tenhuber ein großes Problem: Er kann nämlich nur dichten, wenn er betrunken ist!

 

 

Fasnetspiel am 23.Januar 2016

Gebiete sind verteilt / Fasnetspiel in den Startlöchern
Burladingen (hp). Die Narrenzunft Nautle Burladingen feiert am 23. Januar das elfte Fasnetsspiel nach seiner Wiederbelebung. Das Fasnetsspiel in Burladingen hat eine weit über hundertjährige Tradition. Am Donnerstag Abend wurden die Gebiete zugelost.
Die Zunftstube war nahezu gefüllt, als Zunftmeister Josef Entreß die Besucher begrüßte und für ihre Teilnahme dankte. Dann gab Fasnetsspielleiter Hubert Pfister ein paar organisatorische Dinge bekannt, ehe Zunftrat Thomas Stocker und der stellvertretende Zunftmeister Eberhard Brunner die Gebietsauslosung vornahmen. Anschließend sah man gemeinsam noch die bisher in verschiedenen Fernsehsendern erschienen Filme über das Burladinger Fasnetsspiel, die Johannes Heinzelmann eigens zusammengestellt hatte. 19 Hochzeitspaare und 18 Kassenbuben ziehen mit 13 Musikkapellen aus der gesamten Stadt durch die Gemeinde. Dabei klingeln sie an den Türen und laden zur Hochzeit, indirekt aber zum Fasnetsspiel ein. „D’Hauzegscheke däte mr glei mitneamma“ ist dann zu hören. Die sammelt der Kassenbub in seiner alten Holzkasse oder in Form von Speis und Trank in seinem Leiterwagen. Unter den Kassenbuben finden sich auch diesem Jahr wieder die Landtagsabgeordneten Glück, Käppeler und Röhm. Wer gerne eine der Gruppen bewirten möchte, darf sich vorab an Hubert Pfister (4117) wenden. Um 15.00 Uhr wird dann in der Josengasse bei der Zunftstube das Stück „Der Dorfpoet“ gespielt. Schon im vorletzten und letzten Jahrhundert waren die sogenannten Fasnetsspiele eine Besonderheit. Vom Wagen herab wird Theater gespielt. Die Narrenzunft Nautle Burladingen belebte im Jahr 2006 das traditionelle Fasnetsspiel nach althergebrachten Brauchtümern wieder, um der Burladinger Straßenfasnet ein kleines Stück ihres alten Gesichtes wieder zu geben. Dabei wird Wert auf Tradition gelegt: Frauenrollen werden von Männern gespielt, die übertrieben falschen Bärte, das Klappern der Holzkisten der Kassenbuben, die Kränze der Fasnetsspieler und vieles mehr. Nach dem Fasnetsspiel herrscht närrisches Treiben in der mit einem großen Zeltanbau versehenen Zunftstube und den Besenwirtschaften. Natürlich wird die Hauzegscheke in Form von Eier und Speck auch dieses Mal nach dem Fasnetsspiel wieder kostenlos an die Anwesenden ausgegeben. Die Narrenzunft Nautle würde sich auch freuen, wenn möglichst viele der Besucher in altem Häs erscheinen.

 

Der Dorfpoet / Fasnetsspiel nach alter Tradition
Burladingen (hp). Die Narrenzunft Nautle feiert am kommenden Samstag das elfte Fasnetsspiel nach seiner Wiederbelebung. Den ganzen Tag sind die „Hauzeglader“ unterwegs, um 15.00 Uhr wird in der Josengasse auf dem Fasnetsspielwagen das Stück „Der Dorfpoet“ aufgeführt.

Das Fasnetsspiel in Burladingen hat eine weit über hundertjährige Tradition. Bereits am Morgen ab zehn Uhr  werden um die 200 Akteure durch die Burladinger Straßen ziehen. Die „Hauzeglader“ laden dabei gemeinsam mit den Kassenbuben und Musikanten zum Fasnetsspiel ein. Unterwegs sind 13 Gruppen mit ebenso vielen Kapellen, 19 Brautpaaren mit ebenso vielen Kassenbuben. Unter letzteren auch die Landtagsabgeordneten Glück, Käppeler und Röhm. Um 15.00 Uhr wird in der Josengasse bei der Zunftstube das Stück „Der Dorfpoet“ gespielt. Schustermeister Leistenhuber (Hubert Pfister) ist eigentlich ein braver Mann. Ab und zu kommt es aber schon mal vor, dass er etwas tiefer ins Glas schaut. In diesem Zustand überkommt ihn dann unwiderstehlich der Drang zum Reimen, was ihm den Ruf des Dorfpoeten einbringt. Mit seiner einzigen Tochter Vevi (Michael Mauz) hat er große Pläne: Sie soll den reichen Schuhfabrikanten Salamandinger heiraten und somit für die Zukunft ausgesorgt haben. Vevi hat jedoch ihr Herz ausgerechnet an den Dorfschullehrer Geistberger (Robert Kramer) verloren, den Leistenhuber nicht ausstehen kann. Nun steht das 25-jährige Bestehen der Dorffeuerwehr bevor. Ein großes Fest soll steigen und selbstverständlich auch eine Fahnenweihe stattfinden. Schulmeister Geistberger stellt aufgrund seiner verwandtschaftlichen Beziehungen sogar das Kommen des Fürsten von Hohenzollern in Aussicht. Deswegen ist nun das ganze Dorf aus dem Häuschen. Vor allem eine Frage beschäftigt die Dorfbewohner: Welches Mädchen erfüllt die hohen Anforderungen einer Festjungfer? Nach längerer Diskussion bekommt Schustermeister Leistenhuber dieses Ehrenamt für seine Tochter Vevi, jedoch verbunden mit dem Auftrag, für den Empfang des Prinzregenten ein Gedicht zu schreiben. Nun hat Leistenhuber ein großes Problem: Er kann nämlich nur dichten, wenn er betrunken ist! Weiter wirken mit Bernhard Schmid als Feuerwehrhauptmann Alois Zintlgruber, Josef Entreß als erster Bürgermeister Josef Rottenkolber, Mathias Schmid als Ökonom und zweiter Bürgermeister Ignaz Hägele, Johannes Holzer als Dorfschmied Ferdinand Fäustlinger, Eberhard Brunner als Gemeindediener Anton Zwerdlinger und Udo Bartsch als Eleonore Stüpflinger. Schon im vorletzten und letzten Jahrhundert waren die sogenannten Fasnetsspiele eine Besonderheit. Vom Wagen herab wird Theater gespielt. Die Narrenzunft Nautle Burladingen belebte im Jahr 2006 das traditionelle Fasnetsspiel nach althergebrachten Brauchtümern wieder, um der Burladinger Straßenfasnet ein kleines Stück ihres alten Gesichtes wieder zu geben. Dabei wird Wert auf Tradition gelegt: Frauenrollen werden von Männern gespielt, die übertrieben falschen Bärte, das Klappern der Holzkisten der Kassenbuben, die Kränze der Fasnetsspieler und vieles mehr. Nach dem Fasnetsspiel herrscht närrisches Treiben in der mit einem großen Zeltanbau versehenen Zunftstube und den Besenwirtschaften. Natürlich wird die Hauzegscheke in Form von Eier und Speck auch dieses Mal nach dem Fasnetsspiel wieder an die Anwesenden kostenlos ausgegeben. Die Narrenzunft Nautle würde sich auch freuen, wenn möglichst viele der Besucher in altem Häs erscheinen.

Drei Landtagsabgeordnete als Kassenbuben

Glück, Käppeler und Röhm am Start
Burladingen (hp). Beim Hochzeitsladen am kommenden Samstag sind unter den voraussichtlich 17 Kassenbuben auch die Landtagsabgeordneten Glück, Käppeler und Röhm zu finden.
Karl-Wilhelm Röhm (CDU) war 2010 der erste, der sich unter die Kassenbuben mischte. Insgesamt ist er am kommenden Samstag zum vierten Mal dabei. Als zweiter stieg Klaus Käppeler (SPD) im Jahr darauf ein. Seither ließ er sich dieses Spektakel nicht mehr nehmen, so dass er am kommenden Samstag zum sechsten Mal die Kasse trägt. Ebenso pausenlos ist Andreas Glück (FDP) seit 2012 mit dabei, in jenem Jahr, als auch Landrat Günther-Martin Pauli zum bisher einzigen mal das Amt des Kassenbuben bekleidete. Glück hat also heuer das fünfjährige Jubiläum. Im vergangenen Jahr war der Bundestagsabgeordnete  Dr. Martin Rosemann (SPD) mit viel Spaß zum ersten Mal dabei. Heuer muss er leider auf Grund des zeitgleich stattfindenden Landesparteitages der SPD verzichten. Bürgermeister Harry Ebert hat im Übrigen 2009 und 2015 die Kasse gehütet. Während letzterer beide Male mit der Lumpenkapelle Burladingen unterwegs war, ging Röhm mit Melchingen und Hörschwag, Käppeler mit Melchingen und Gauselfingen und heuer erstmals mit Ringingen auf Tour. Glück war drei Jahre mit Killer unterwegs, im vergangenen Jahr mit der Nautleband und heuer mit der erstmals aufspielenden reinen Frauenkapelle „Hälenga Schee“.

kassenbuben

 


 

Fasnetspiel am 31 Januar 2015

 

Wir spielen am Samstag 31. Januar 2015 um 15.00 Uhr mit „Michel auf dem Standesamt“ anlässlich des Jubiläums erstmals ein Stück aus der Feder des Burladingers Josef Klaiber der nachweislich zumindest von 1922 bis 1928 die Fasnetsspiele leitete.
Aus seiner Feder stammen zahlreiche Theaterstücke die im Rheinischen Theaterverlag in Euskirchen erschienen sind.

 

 

Fasnetsspielgeschichte auf 70 Seiten / Festschrift ist ein eindrucksvolles Zeitdokument geworden.

Burladingen (hp). Zur zehnten Aufführung seit Wiederbelebung 2006 hat die Narrenzunft Nautle eine über 70 Seiten starke Festschrift herausgegeben. Dabei wird Geschichte und Neuzeit gleichermaßen beleuchtet.

Die Festschrift, zusammengestellt von Hubert Pfister und gestaltet von Wolfgang Bastian ist bereits erhältlich. Sie spiegelt auf 72 Seiten ohne Werbung die gesamte Fasnetsspielgeschichte wieder. Die Festschrift ist zum Preis von drei Euro in der Volksbank Hohenzollern in Burladingen sowie bei allen Fasnetsspielern und Zunfträten zum Preis von drei Euro zu bekommen.
Über 30, teilweise noch nicht veröffentlichte alte Fotos und über 80 Schnappschüsse der neueren mittlerweile zehn Jahre andauernden Geschichte sind darin zu sehen. Berichte, Interviews, Meinungen und vieles mehr. Aber auch allerlei zum Schmunzeln. Der Brautspruch von Joachim Gerlach aus dem vergangenen Jahr, der älteste noch vorhandene Läuferspruch von Ludwig Schülzle aus dem Jahr 1901, das Rezept der Original Hauzegladersuppe die Maria Kanz alljährlich den Hauzegsladern kredenzt, Glückwunschkarten und vieles mehr.
Freud und Leid liegen bekanntlich dicht beieinander und so wird auch an gute Freunde die das Fasnetsspiel bereicherten und mittlerweile verstorben sind, erinnert.
Auf der Rückseite der Festschrift ist der neue Fasnetsspielwalzer abgedruckt. Komponiert wurde er von Johannes Heinzelmann, Fanfarenzugleiter und Enkel von Konrad Gaiser der einst den Narrenmarsch komponierte. Der Text stammt aus der Feder von Hubert Pfister.
Zu guter Letzt ist in der Festschrift auch eine E-mailkorrespondenz einer wohlbekannten Lumpenkapelle am Tag nach dem Fasnetsspiel zu lesen. Man kann erahnen, dass es ein durchaus lustiger Tag gewesen sein muss.

Derzeit ist auch noch eine Ausstellung über das Fasnetsspiel in der Burladinger Volksbank zu sehen, die viel Beachtung findet. Sie ist zu den Üblichen Schalterzeiten geöffnet.

Öffnungszeiten

Montag
08:30 - 12:30 Uhr + 14:00 - 17:00 Uhr
Dienstag
08:30 - 12:30 Uhr + 14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch
08:30 - 12:30 Uhr
Donnerstag
08:30 - 12:30 Uhr + 14:00 - 18:00 Uhr
Freitag
08:30 - 12:30 Uhr + 14:00 - 17:00 Uhr

 

Fasnetspiel 2015

 


 

Fasnetspiel am 15.Februar 2014

Alte Wurzeln der Fasnet / „Dr Gsondheitsaposchtel“ / Fasnetsspiel der Narrenzunft Nautle
Burladingen (hp). Schon im vorletzten und letzten Jahrhundert waren die sogenannten Fasnetsspiele eine Besonderheit. Vom Wagen herab wird Theater gespielt. Am Samstag 15. Februar kommt „Dr Gsondheitsaposchtel“ zur Aufführung.
Die Narrenzunft Nautle Burladingen war im Jahr 2006 eine der ersten, wenn nicht die erste im Land, die das traditionelle Fasnetsspiel nach althergebrachten Brauchtümern wieder belebte, um der Burladinger Straßenfasnet ein kleines Stück ihres alten Gesichtes wieder zu geben. Am Samstag 15. Februar 2014 veranstaltet die Narrenzunft Nautle das traditionelle Fasnetsspiel in der Josengasse bei der Zunftstube. Bereits am Morgen ab neun Uhr  werden um die 200 Akteure durch die Burladinger Straßen ziehen. Die „Hauzeglader“ laden dabei gemeinsam mit den Kassenbuben und Musikanten zum Fasnetsspiel ein. Um 15.00 Uhr wird auf dem Wagen unter freiem Himmel das Fasnetsspiel „Dr Gsondheitsaposchtel“ aufgeführt. Zum Inhalt: Fritz Birzele (Hubert Pfister) leidet entsetzlich unter dem gesundheitsbewussten Biokostfimmel seiner Frau Elsa (Klaus Denuel). Diese hat mit Elvira Hutzenlaub (Robert Kramer) einen örtlichen Gesundheitsverein gegründet, und beide warten nun auf Traugott Körnle (Johannes Holzer), den Referenten des Landesverbandes. Fritz will dieses Zusammentreffen unter allen Umständen verhindern, aber ausgerechnet diesen Körnle hat er im angetrunkenen Zustand zu sich ins Haus eingeladen. Und der kommt auch tatsächlich. Da helfen nur noch tolle Einfälle, viel Schnaps und gute Nerven. Doch der Einsatz lohnt sich: Endlich gibt es im Hause Birzele wieder richtige Alblinsen und Spätzle!. Weiter wirken mit Tochter Renate Birzele (Bernhard Schmid), Fritz’s Freund Reinhold (Udo Bartsch) und Renates Freund Michael (Michael Mauz). Bei allem wird Wert auf Tradition gelegt: Frauenrollen werden von Männern gespielt, die übertrieben falschen Bärte, das Klappern der Holzkisten der Kassenbuben, die Kränze der Fasnetsspieler und vieles mehr.

Rekordbeteiligung: 14 Hochzeitsladergruppen dabei / Landtagsabgeordnete klappern wieder mit den Kassen / Lautsprecheranlage optimiert

Burladingen (hp). Am Samstag 15. Februar 2014 veranstaltet die Narrenzunft Nautle das traditionelle Fasnetsspiel auf dem Wagen in der Josengasse. Bereits am Morgen ab neun Uhr werden über 200 Akteure in 14 Gruppen durch die Burladinger Straßen ziehen, darunter auch zwei Landtagsabgeordnete. Viel Wert wird heuer auf die Qualität der Lautsprecheranlage gelegt.

Schon im letzten und vorletzten Jahrhundert waren die sogenannten Fasnetsspiele eine Besonderheit. Vom Wagen herab wurde Theater gespielt. Die Narrenzunft Nautle war im Jahr 2006 eine der ersten im Land, die das traditionelle Fasnetsspiel nach althergebrachten Brauchtümern wieder belebte, um der Burladinger Straßenfasnet ein kleines Stück ihres alten Gesichtes wieder zu geben. Am Samstag 15. Februar 2014 veranstaltet die Narrenzunft Nautle zum neunten Mal nach seiner Wiederbelebung das traditionelle Fasnetsspiel in der Josengasse bei der Zunftstube. Bereits am Morgen ab neun Uhr werden über 200 Akteure durch die Burladinger Straßen ziehen. Erstmals sind alle Lumpenkapellen der Gesamtstadt vertreten so dass mit 14 Gruppen ein neuer Rekord aufgestellt werden kann. Die „Hauzeglader“ laden dabei gemeinsam mit den Kassenbuben und Musikanten zum Fasnetsspiel ein. Mit dabei sind heuer wieder die Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler und Andreas Glück. Um 15.00 Uhr wird auf dem Wagen unter freiem Himmel das Fasnetsspiel „Dr Gsondheitsaposchtel“ aufgeführt. Dabei wird Wert auf Tradition gelegt: Frauenrollen werden von Männern gespielt, die übertrieben falschen Bärte, das Klappern der Holzkisten der Kassenbuben, die Kränze der Fasnetsspieler und vieles mehr. Fritz Birzele (Hubert Pfister) leidet entsetzlich unter dem gesundheitsbewussten Biokostfimmel seiner Frau Elsa (Klaus Denuel). Diese hat mit Elvira Hutzenlaub (Robert Kramer) einen örtlichen Gesundheitsverein gegründet, und beide warten nun auf Traugott Körnle (Johannes Holzer), den Referenten des Landesverbandes. Fritz will dieses Zusammentreffen unter allen Umständen verhindern, aber ausgerechnet diesen Körnle hat er im angetrunkenen Zustand zu sich ins Haus eingeladen. Und der kommt auch tatsächlich. Da helfen nur noch tolle Einfälle, viel Schnaps und gute Nerven. Weiter wirken mit Bernhard Schmid als Tochter Renate Birzele sowie Michael Mauz als deren Freund Michael und Udo Bartsch als Fritz’s Freund Reinhold. Viel Wert wurde nach einigen Problemen der vergangenen Jahre heuer auf die Tontechnik gelegt. Eine durch Richtantennen optimierte abgestimmte Funkanlage eines professionellen Tontechnikverleihs soll für den rechten Ton sorgen. Für die Technik wurde ein heizbarer Stand verwendet, da in den vergangenen Jahren die frostigen Temperaturen ausgesetzt mit ursächlich waren. Die Narrenzunft Nautle freut sich auf viele Besucher, gerne auch im alten Häs. Nach dem Fasnetsspiel wird in der Zunftstube, drum rum und in Besenwirtschaften weitergefeiert.



 

Fasnetspiel am 26.01.2013

Sepp der Superknecht / Burladinger Fasnetsspiel mit weit über hundertjähriger Tradition
Burladingen (hp). Das Burladinger Fasnetsspiel hat eine weit über hundertjährige Tradition. Die Narrenzunft Nautle führt am 26. Januar um 15.00 Uhr das Fasnetsspiel „Sepp der Superknecht“ auf.
Bereits vor 1900 wurden in Burladingen Fasnetsspiele aufgeführt, bei denen auf einem Wagen Theaterstücke unter freiem Himmel aufführt wurden. Diese Tradition setzte sich zwischen den Weltkriegen fort und auch nach dem zweiten Weltkrieg wurde, dann auch im Lindensaal, weiter Theater gespielt. Im Laufe der fünfziger Jahre schlief die Tradition des Fasnetsspiels aber dann gänzlich ein. Zur Aufführung kamen und kommen lustige Zweiakter auf einem mit Tannreisig geschmückten Wagen. Darauf befindet sich eine Strohhütte in der sich die Fasnetsspieler aufhalten, während sie nicht zum Einsatz kommen. Die Frauenrollen werden traditionsgemäß von Männern gespielt. Im Jahr 2006 ließ die Narrenzunft Nautle diese Tradition wieder aufleben. Seither erfreut sich das Fasnetsspiel großer Beliebtheit in der Bevölkerung aus Nah und Fern. Bereits am Morgen ziehen die Hochzeitslader, bestehend aus einem von Männern gespielten Brautpaar, dem Kassenbuben und Musikanten von Haus zu Haus um zum Fasnetsspiel einzuladen. „Mir mechte ui reacht herzlich zur Hauzeg eilade, kommet au heit Middag am drui zo dr Zunftstub, und d’Hauzegscheke däte mir glei mitniamma“ Die besteht nach alter Tradition aus Eiern und Speck, die nach dem Fasnetsspiel in einer großen Pfanne zubereitet und an die Bevölkerung ausgegeben werden. Die Narrenzunft Nautle bemüht sich, überlieferte Feinheiten des Fasnetsspiels weitestgehend beizubehalten, wie etwa die von den Bräuten geschmückten Kränze der Fasnetsspieler, die angeklebten Bärte oder der Läuferspruch in der Pause. Mit rund 200 Akteuren und stets zwischen 500 und 700 Besuchern ist das Fasnetsspiel ein großes Spektakel. Auch in diesem Jahr werden ab zehn Uhr nahezu alle Lumpenkapellen und Musikgruppen der Gesamtstadt in 14 Gruppen mit den Hochzeitsladern in der Stadt unterwegs sind. Prominente Kassenbuben sind freilich wieder mit von der Partie. Zur Aufführung erscheint ein mehrseitiger Flyer der kostenlos an die Bevölkerung verteilt wird und zahlreiche alte Aufnahmen zeigt. In diesem Jahr beschäftigt sich die Schrift mit Aufnahmen aus dem Jahr 1927, die nach dem letztjährigen Fasnetsspiel von der Familie Maria und Hans Eckenweiler zur Verfügung gestellt wurden und größtenteils nicht bekannt waren. Auffällig ist, dass das Fasnetsspiel mit Zuschauern von beiden Seiten zu sehen ist. So ist einmal im Hintergrund die Gaststätte Reichsadler (heute Seemann) und einmal das Schulhaus (heute Rathaus) zu sehen. Auch ist es selten der Fall, dass Bilder rund um das Fasnetsspiel angefertigt wurden, was 1927 gleich zwei mal der Fall war.

Läufer Sebastian Scheu (Reuteweg 4), Hintere Reihe v.l. Johann Mauz (Im Wasen 32/Küfer), Michael Mauz (Gammertinger Straße 1), Meinrad Hauser (Hermannsdorfer Straße 39), Balthasar Pfister (Hermannsdorfer Straße 26/Sonnenwirt), Josef Riescher (Fidelisstraße 30), Mathias Entreß (Hechinger Straße 47). Mittlere Reihe v.l. Jakob Maier (Hermannsdorfer Straße 28), Josef Klaiber (Pfarrgasse 2), Alois Wolfer (Alois-Hauser-Straße 15), Andreas Jauch (Bruckstaig 3/Küfer), Zachäus Schülzle (Hermannsdorfer Straße 44). Vordere Reihe v.l. Max Scheu (Hauptstraße 71), Thomas Jauch (Bruckstaig 1), Theodor Holzer (Im Hölderle 11), Simon Mauz (Marie-Schenk-Straße 13)


 

Narrenzunft Nautle lässt eine 100 Jahre alte Tradition wieder auferstehen

 

Fasnetspiel am 04.02.2012

 

Hunderte beim Fasnetsspiel / Besucher trotzen der Kälte / Politisch hochkarätig besucht
Burladingen (hp). Am Samstag fand das Burladinger Fasnetsspiel statt. Ein Höhepunkt der Fasnet, viele hundert Besucher kamen und trotzen der Kälte. Als hochkarätig darf man die anwesende und teilnehmende politische Prominenz bezeichnen.
An die zweihundert Akteure fanden sich am Morgen zum Frühstück im Cafe Roder ein. Dort wurden sie von Zunftmeister Josef Entreß begrüßt, von Hubert Pfister instruiert und von Joachim Gerlach mit dem traditionellen Brautspruch zum Lachen gebracht. Der zielte dieses mal auf die Fasnetsspieler: „Dia hocket solang in dr warma Schtub, während aus dussa fast verfruit dr Kassabuab Solange mir djennt Gassa schpringet nauf und na, überleget dia in weles Witshaus mr no ganga ka.“ Nach dem Gruppenfoto zogen die 13 Gruppen los in ihre zugeteilten Gebiete. Unter den Kassenbuben politische Prominenz: Klaus Käppeler SPD-Landtagsabgeordneter, Landrat und CDU-Landtagsabgeordneter Günther – Martin Pauli und der FDP-Landtagsabgeordnete  Andreas Glück. In allen Straßen erschallte Musik, die Musiker zeigten sich bei bester Laune, stets mit einfrierenden Ventilen kämpfend. Auch die Bevölkerung hatte sich auf die eisige Kälte eingerichtet und bat die Hochzeitslader ein ums andere Mal in die gute Stube. Gegen 14.30 zogen dann alle vom Gasthaus Zoller aus hin zum Fasnetspielwagen, wo Zunftrat Martin Buck die Akteure vorstellte. Über 500 Besucher begrüßten die Akteure mit viel Applaus. Zunftmeister Josef Entress begrüßte die Gäste unter denen auch Bürgermeister Harry Ebert, der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Wilhelm Röhm, die Bundestagsabgeordnete Anette Widmann-Mauz und eine Abordnung  der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte weilte. Entreß und Hubert Pfister überreichten den drei „politischen Kassenbuben“ eine kleine Erinnerungstafel. Der traditionelle Läuferspruch von Johannes Leibold hatte dann einige Überraschungen parat. „Heut mit dabei, des duat mi freia, Politiker fast äller Parteia, MdL und Landrat Pauli, a den hau jetzt no a blöds Maul i, weil der war bei denna, i sags auverhohle, mo auser Hechinger Krankahaus gstohla, Se hend gmoit Kreisstadt sod  mit Gwalt a Klinik hau, jetz muaß ma z’Balinga a dem alta Bau, bald jedes Stoile no saniera und millionaweis Geld neischmiera. Leit do fällt mir nix mei ei s’Hechinger Krankenhaus wär schau fetig gsei, dia soddet dia Bude selber finanziera, ond Kreisumlag vo aus dend mir hier investiera, 3,4 Milliona wäred des heuer, des Kreisstadtgehabe vo denna, konnt aus no teuer. Dann begann das eigentliche Fasnetsspiel, „Die Pfarrausschusssitzung“ zeigte dann, wie es in einer kleinbürgerlichen Pfarrei zugehen kann. Der Pfarrausschuss der Pfarrgemeinde „St. Gambrinus“ ist damit beschäftigt, die 500-Jahrfeier der Pfarrei zu planen. Dass der Pfarrer nicht da ist, macht die Sache nicht einfacher. Die bissige Gesellschaft gerät sich des Öfteren in die Haare und steht dem Gelingen der Veranstaltung selbst im Wege. Und dann ist da noch die Brenninger-Rosa die ein ums andere mal zu ungünstigster Zeit anruft und nicht glauben mag, dass der Pfarrer nicht da ist. Am Ende nimmt das Ganze einen völlig unerwarteten Ausgang. Als Akteure wirkten mit: Klaus Denuel als der Pfarrgemeinderatsvorsitzender Done, Josef Entreß als sein Stellvertreter Eugen, Robert Kramer als Maria aus der Vorstandschaft des Frauenbundes, Hubert Pfister als Pfarrgemeinderatsmitglied Willi, Michael Mauz als dessen Ehefrau Lena, Johannes Holzer als Kirchenchormitglied Gustav und Bernhard Schmid als Pfarrgemeinderat Vitus. Nach dem Fasnetsspiel wurde in und um die Zunftstube in den Gaststätten und Besenwirtschaften noch kräftig gefeiert. Beim Fasnetsspielwagen wurde die „Hauzigscheke“, Eier mit Speck kostenlos an die Bevölkerung abgegeben.

 


 

 

Rekordbeteiligung beim Fasnetsspiel / 14 Gruppen sind in der Stadt unterwegs
Burladingen (hp). Nur noch kurze Zeit und eines der größten närrischen Spektakel im weiten Umkreis kann steigen. Das Burladinger Fasnetsspiel geht mit seiner über hundertjährigen Tradition in die siebte Auflage nach seiner Wiederbelebung.
Am Wochenende trafen sich die Akteure des diesjährigen Fasnetsspiels. In der Zunftstube wurden sie von Zunftmeister Josef Entress begrüßt, ehe zur Einstimmung Filme der vergangenen Jahre gezeigt wurden. Hubert Pfister gab die Gruppeneinteilung und wichtige Details bekannt. Danach wurden die Gebiete zugelost und die „Mäschele“ für die Kassenbuben ausgegeben. In der Folge blieb noch reichlich Zeit über das bevorstehende Fasnetsgroßereignis zu sprechen. Der Läufer, sieben Fasnetsspieler, sechzehn Hochzeitsladerpaare, 20 Kassenbuben, und rund 150 Musikanten werden am 4. Februar ab zehn Uhr in sämtlichen Straßen der Kernstadt unterwegs sein. Alle Lumpenkapellen, Hexenmusiken und Musikgruppen der Gesamtstadt haben zu dem Spektakel zugesagt. Die Burladinger Lumpenkapelle, die Gauselfinger Schlössleband und die Nautleband stellen je zwei Gruppen. Ab 14.30 zieht Gruppe und Gruppe zum Fasnetsspielwagen bei der Josengasse wo jede Gruppe vorgestellt wird. Danach glossiert Läufer Johannes Leibold das Burladinger Geschehen ehe der Zweiakter die Pfarrgemeinderatssitzung aufgeführt wird. Die Akteure sind die selben wie die Jahre zuvor. Klaus Denuel als der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Done, Josef Entreß als sein Stellvertreter Eugen, Robert Kramer als Maria aus der Vorstandschaft des Frauenbundes, Hubert Pfister als Pfarrgemeinderatsmitglied Willi, Michael Mauz als dessen Ehefrau Lena, Johannes Holzer als Kirchenchormitglied Gustav und Bernhard Schmid als Pfarrgemeinderat Vitus. In Abwesenheit des Pfarrers ist das Gremium damit beschäftigt, die 500-Jahrfeier der Pfarrei St. Gambrinus zu planen. Der Eintritt ist frei, die Kassenbuben nehmen eine Spende gerne entgegen und händigen den diesjährigen Flyer mit alten und neuen Bildern aus. Über Wie die Jahre zuvor sind die Besucher eingeladen in altem Häs zu erscheinen. Nach dem Fasnetsspiel wird die „Hochzeitsschenke“ in einer großen Pfanne gebraten und an die Gäste kostenlos ausgegeben. Danach wird in der Zunftstube, den Besenwirtschaften und den Gaststätten bis in die Nacht hinein gefeiert.



Bereits vor 1900 wurden in Burladingen Fasnetsspiele aufgeführt, bei denen auf einem Wagen Theaterstücke unter freiem Himmel inszeniert wurden. Diese Tradition setzte sich zwischen den Weltkriegen fort. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurde, allerdings dann auch im Lindensaal, weiter Theater gespielt. Im Laufe der fünfziger Jahre schlief die Tradition des Fasnetsspiels aber dann gänzlich ein. Im Jahr 2006 ließ die Narrenzunft Nautle diese Tradition wieder aufleben, um der Burladinger Straßenfasnet ein kleines Stück ihres alten Gesichtes wieder zu geben.
Seither erfreut sich das Fasnetsspiel großer Beliebtheit in der Bevölkerung aus Nah und Fern. Zur Aufführung kommen lustige Zweiakter auf einem mit Tannreisig geschmückten Wagen. Darauf befindet sich eine Strohhütte in der sich die Fasnetsspieler aufhalten, während sie nicht zum Einsatz kommen. Auch die Frauenrollen werden traditionsgemäß von Männern gespielt. Bereits am Morgen ziehen die Hochzeitslader, bestehend aus einem von Männern gespielten Brautpaar, dem Kassenbuben und Musikanten durch den Ort um zum Fasnetsspiel einzuladen. „Mir mechte ui reacht herzlich zur Hauzeg eilade, kommet au heit Middag am drui zo dr Zunftstub, und d’Hauzegscheke däte mir glei mitniamma“ Die besteht nach alter Tradition aus Eiern und Speck, was nach dem Fasnetsspiel von der Bevölkerung verspeist werden darf. Die Narrenzunft Nautle bemüht sich, überlieferte Feinheiten des Fasnetsspiels weitestgehend beizubehalten, wie etwa die von den Bräuten geschmückten Kränze der Fasnetsspieler, die angeklebten Bärte oder der Läuferspruch in der Pause. Im vergangenen Jahr wurde das fünfte Mal gespielt, mittlerweile mit gut 200 Akteuren und rund 700 Besuchern. Besonders erwähnenswert ist, dass auch in diesem Jahr ab zehn Uhr wieder alle Lumpenkapellen der Gesamtstadt in 13 Gruppen mit den Hochzeitsladern in der Stadt unterwegs sind. Anlässlich der ersten Aufführung wurde eine kleine Festschrift erstellt, zu jeder Aufführung erscheint ein mehrseitiger Flyer der kostenlos an die Bevölkerung verteilt wird und zahlreiche alte Aufnahmen zeigt. In diesem Jahr widmet sich die Ausgabe unter anderem den Jahren 1955 bis 1957 in denen in ununterbrochener Reihenfolge gespielt wurde. Gespielt wurde ausnahmslos im Lindensaal in der Burladinger Josengasse. 1955 kam „A neuer Luftkurort“ und „s’Rackelschneiders Wildfang“ zur Aufführung, 1956 wurde Robert und Bertram gespielt und 1957 hieß das Fasnetsspiel „Spitzbuben erster Klasse“.

 

 

1955 A neuer Luftkurort und S Rackelschneiders Wildfang


1956 Robert und Bertram


Spitzbuben erster Klasse

 

Klaus Käppeler als Kassenbub / Traditionelles Fasnetsspiel der Narrenzunft Nautle
Burladingen (hp).

Wenn am Samstag 19. Februar das sechste Burladinger Fasnetsspiel nach seiner Wiederbelebung aufgeführt wird, dann ist auch dieses mal wieder mit mancher Überraschung zu rechnen. Mit dem SPD-Landtagskandidaten Klaus Käppeler konnte wieder ein prominenter Kassenbub gewonnen werden.
Klaus Käppeler ist bekennender Fasnetsspielfan und hat kaum eines ausgelassen. Er ist 56 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei erwachsenen Söhnen. Er ist Rektor der Grund- und Hauptschule Hohenstein und verbringt seine Freizeit wenn möglich mit Heimwerken, Volleyball und Skifahren. Käppeler ist seit 1980 Mitglied in der SPD seit 1985 Ortsvereinsvorsitzender in Zwiefalten war von 1993 bis 2006 und seit Oktober 2009 stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender. Er war Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg von April 2001 bis Mai 2006 und dort Mitglied im Ausschuss Schule, Jugend und Sport, sowie Mitglied im Ausschuss Ländlicher Raum und Landwirtschaft und Mitglied im Medienrat der Landesanstalt für Kommunikation. Bei der Landtagswahl 2011 tritt er wieder an. Zudem ist er Mitglied des Kreistages seit Juni 2004. Klaus Käppeler engagiert sich in vielen Vereinen und ist unter anderem Schirmherr von "Kinder-brauchen-Frieden".
Am Samstag 19. Februar veranstaltet die Narrenzunft Nautle wieder das traditionelle Fasnetsspiel in der Josengasse bei der Zunftstube. Heuer konnte die stattliche Zahl von 13 Gruppen mit Hochzeitsladern, Kassenbuben und Musikgruppen gehalten werden. Diese sind von zehn bis 14.00 Uhr in Burladingen unterwegs. Ab 14.30 Uhr werden die einzelnen Gruppen wieder an der Fehlaquelle beim Fasnetswagen aufmarschieren und einzeln vorgestellt werden. Um 15.00 Uhr kommt „Die Feuerwehr im Einsatz“, eine Posse mit viel Lokalkolorit in zwei Akten zur Aufführung. Die Burladinger dürfen gespannt sein, bei wem der prominente Kassenbub an der Haustür klingelt und mit seiner Holzkiste klappern werden.

 




 

Fasnetsspiel 2009

Bereits um 1900 wurden in Burladingen Fasnetsspiele aufgeführt, bei denen auf einem Wagen Theaterstücke unter freiem Himmel inszeniert wurden. Diese Tradition setzte sich zwischen den Weltkriegen fort. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurde, allerdings dann auch im Lindensaal, weiter Theater gespielt. Im Laufe der fünfziger Jahre schlief die Tradition des Fasnetsspiels aber dann gänzlich ein. Im Jahr 2006 ließ die Narrenzunft Nautle diese Tradition wieder aufleben, um der Burladinger Straßenfasnet ein kleines Stück ihres alten Gesichtes wieder zu geben. Seither erfreut sich das Fasnetsspiel großer und wachsender Beliebtheit in der Bevölkerung aus Nah und Fern. Zur Aufführung kommen lustige Zweiakter auf einem mit Tannreisig geschmückten Wagen. Darauf befindet sich eine Strohhütte in der sich die Fasnetsspieler aufhalten, während sie nicht zum Einsatz kommen. Auch die Frauenrollen werden traditionsgemäß von Männern gespielt. Bereits am Morgen ziehen die Hochzeitslader, bestehend aus einem von Männern gespielten Brautpaar, einem Kassenbub und Musikanten durch den Ort um zum Fasnetsspiel einzuladen. „Mir mechte ui reacht herzlich zur Hauzeg eilade, kommet au heit Middag am drui zo dr Zunftstub, und d'Hauzegscheke däte mir glei mitniamma“ Die besteht nach alter Tradition überwiegend aus Eiern und Speck, was nach dem Fasnetsspiel von der Bevölkerung verspeist werden darf. Die Narrenzunft Nautle bemüht sich, überlieferte Feinheiten des Fasnetsspiels weitestgehend beizubehalten, wie etwa die von den Bräuten geschmückten Kränze der Fasnetsspieler, die angeklebten Bärte oder der Läuferspruch von Johannes Leibold in der Pause. In diesem Jahr kommt am Samstag dem 7. Februar 2009 um 15.00 Uhr das Fasnetsspiel „A numgschnappte Verwandtschaft“ auf die Bühne. Es wirken mit: Robert Kramer als Bauer Kaspar, Klaus Denuel als seine Frau Marie, Bernhard Schmid als deren Tochter Liesel, Michael Mauz als deren Sohn Andreas, Hubert Pfister als Knecht Matthes, Johannes Holzer als Jungbauer Fritz und Josef Entreß als Viehhändler Konstantin. Besonders erwähnenswert ist, dass in diesem Jahr ab zehn Uhr elf Paare Hochzeitslader in der Stadt unterwegs sind. Begleitet werden sie von Lumpenkapellen aus nahezu allen Teilgemeinden. Neben der Nautleband sind die Burladinger Lumpenkapelle, die Hörschwager Hexenmusik, die Gauselfinger Schlössleband sowie die Lumpenkapellen aus Salmendingen, Gauselfingen, Ringingen, Melchingen und Killer unterwegs. Pünktlich wird sich der Zug hin zum Fasnetswagen in Bewegung setzen und eine Hochzeitsladergruppe nach der anderen marschiert auf. Unter ihnen die ältesten Hochzeitslader Wendelin Acker und Herbert Malina, die schon vor über 50 Jahren mit von der Partie waren, aber auch Bürgermeister Harry Ebert als Kassenbub. Wer beim Hochzeitsladen selbst oder beim Fasnetsspiel etwas in die laut klappernden Holzkisten der Kassenbuben wirft, der erhält einen Flyer mit neuen interessanten Tatsachen und Bildern des Fasnetsspiels, die von Hubert Pfister zusammengetragen wurden. Schon im vergangenen Jahr konnten viele Burladinger begrüßt werden, die in altem Häs zur Vorstellung kamen und die Nautle hoffen, dass sich dies fortsetzt. Rundherum gibt es Verpflegungsstände und wem es zu kalt wird, der ist in der nur wenige Meter entfernten Besenwirtschaft der Narrenzunft Nautle bestens aufgehoben. In der ehemaligen Fa. Medard Heim (jetzt Wilhelm) haben mehrere hundert Gäste Platz, es gibt Barbetrieb und die vielen Lumpenkapellen in der Stadt werden sicher dafür sorgen dass es dort wie auch in den Gaststätten bis weit in die Nacht hinein hoch her geht.


 

Herrichten der Besenwirtschaft



 

Die Fasnetsspieler. stehend v.l. Johannes Holzer, Michael Mauz, Hubert Pfister und Josef Entreß. Sitzend v.l. Bernhrad Schmid, Klaus Denuel und Robert Kramer.




Diese Bilder stammen alle aus dem Jahr 1924. Es ist das Jahr aus dem die meisten Bilder vorhanden sind. Auch das einzige überhaupt existierende, das die Kassenbuben und Fasnetsspieler mit der Bevölkerung auf dem Weg hin zum Fasnetswagen zeigt.



 

Neuer Flyer fürs Fasnetsspiel / Beschreibung von Oberlehrer Sebastian Rieber gefunden

Burladingen. Wenn am Samstag 7. Februar 2009 das Fasnetsspiel „A numgschnappte Verwandtschaft“ zur Aufführung kommt sind schon ab dem Morgen die Hochzeitslader mit Musik und Kassenbuben unterwegs. Für jeden der etwas in ihre klappernden Holzkisten wirft, gibt es einen Flyer mit weiterem Wissenswerten des traditionellen Burladinger Fasnetsspiels.

Vor vier Jahren zur Wiederbelebung des Fasnetsspiels wurde eine kleine Festschrift veröffentlicht, seither gibt es jedes Jahr einen ergänzenden Flyer mit neuen Bildern und Erkenntnissen. Die meisten alten Aufnahmen mit verschiedenen Motiven existieren aus dem Jahr 1924 die Josef Dehmer zur Verfügung stellte. Darunter auch das einzige existierende Bild überhaupt, das die Fasnetsspieler mit Publikum auf dem Weg hin zum Fasnetswagen zeigt. In den Mittelpunkt des diesjährigen sechsseitigen Din-A-5 Flyers aber hat Hubert Pfister eine neu entdeckte Beschreibung von Oberlehrer Sebastian Rieber gestellt. Seit der Wiederbelebung wurden bereits viele Texte von Zeitzeugen wie Marie-Theres Baur, Kajetan Sauter und anderen auszugsweise abgedruckt, aber kaum einer beschrieb das Fasnetsspiel so detailliert und umfassend wie Sebastian Rieber. Sebastian Rieber (geb. 15.03.1914, verst. 07.11.1979 in Regensburg) war Gewerbelehrer und unterrichtete lange Jahre in Burladingen die Schüler, die keinen Beruf erlernten. Die Familie stammt aus dem Wolflehen, dort hat auch die Mutter Katharina gewohnt. Seine Geschichte titelt mit „Wie's einstens war“. Unter anderem ist zu lesen: „Hauptattraktion war das „Fasnetsspiel“ der männlichen Ledigen. Man spielte meisten ein Ritterstück und ein oft recht deftiges Lustspiel wie „'s Krautkätterles Hauzig“. „Der Baur vor dem König“, „D' Schultessewahl von Blindheim“ oder „Die sieben Schwaben“. Zu diesem Zwecke wurde auf einem Leiterwagen ein Podium errichtet mit einer aus Stroh gefertigten Hütte, in der sich die Spieler aufhielten, wenn sie nicht auf der Szene erscheinen mußten. Ringsum war der Wagen mit Tannenreisig eingebunden und mit Kränzen geschmückt, die die Bräute der Spieler gebunden hatten.“ Und über die Hochzeitslader schrieb er: „In den Morgenstunden des Montag nun zogen die Fasnetspieler als Brautleute verkleidet nach einem vorher festgelegten Plan von Haus zu Haus und luden zur Hochzeit ein. Sie versäumten es dabei nicht, darauf hinzuweisen, daß sie die Hochzeitsschenke gleich mitnehmen wollten, die ihnen dann in Form von Mehl und Fett ausgehändigt wurde. Dieses Hochzeitladen wurde von der Bevölkerung in keiner Weise als Bettelei aufgefaßt, es war selbstverständlich und gehörte zur Fasnet und jede Haushaltung schenkte.“ Mehr von Sebastian Reiber gibt es im neuen Flyer, der allen ausgehändigt wird die den Kassenbuben etwas in ihre rasselnden Holzkisten werfen.


 

Nach 53 Jahren wieder als Braut / Herbert Malina mit 77 Jahren als Hochzeitslader unterwegs / Harry Ebert als Kassenbub

Burladingen (hp). Das Burladinger Fasnetsspiel und mit ihm das Hochzeitsladen hat eine weit über 100jährige Tradition und kann jeden begeistern. Anders ist es nicht zu erklären, dass neben Wendelin Acker nun mit Herbert Malina ein weiterer Haudegen noch einmal dem Fasnetsspiel verfällt. Bürgermeister Harry Ebert ist als Kassenbub mit von der Partie.

Der 77jährige Herbert Malina war von 1952 bis 1956 als Hochzeitslader und damit auch als Fasnetsspieler unterwegs. Damals nämlich zogen die Fasnetsspieler am Morgen selbst als Hochzeitslader durch die Straßen. Oberlehrer Sebastian Rieber schrieb dazu in „Wie's einstens war“: „In den Morgenstunden des Montag nun zogen die Fasnetspieler als Brautleute verkleidet nach einem vorher festgelegten Plan von Haus zu Haus und luden zur Hochzeit ein. Sie versäumten es dabei nicht, darauf hinzuweisen, daß sie die Hochzeitsschenke gleich mitnehmen wollten, die ihnen dann in Form von Mehl und Fett ausgehändigt wurde. Dieses Hochzeitladen wurde von der Bevölkerung in keiner Weise als Bettelei aufgefaßt, es war selbstverständlich und gehörte zur Fasnet und jede Haushaltung schenkte.“ Im ersten Jahr nach der Wiederbelebung 2006 musste man noch auf die Hochzeitslader verzichten, 2007 waren drei und 2008 sechs Paare unterwegs. In diesem Jahr sind elf Paare unterwegs und mit ihnen die Nautleband, je zwei Gruppen der Burladinger Lumpenkapelle und der Schlössleband Gauselfingen, die Hörschwager Hexenmusik, sowie die Lumpenkapellen aus Salmendingen, Melchingen, Killer, Ringingen und Stetten. Nachdem Wendelin Acker im vergangenen Jahr nach 53 Jahren den Zylinder wieder anzog ist er auch heuer wieder dabei. Nun hat sich ein weiterer alter Fasnetsspieler entschlossen noch einmal als Braut das Fasnetsspiel zu bereichern. Herbert Malina war fünf Jahre als Braut zusammen mit Konrad Pflumm und Lambert Scheu unterwegs. Nun hat ihn das Fieber noch einmal gepackt. Mit ihm unterwegs als Bräutigam ist sein 22jähriger Enkel Markus Straubinger. Das Familienunternehmen komplettiert der 19jährige Enkel Christoph als Kassenbub. Ein weiteres bekanntes Gesicht wird am 7. Februar in den Straßen unterwegs sein: Bürgermeister Harry Ebert versucht sich in diesem Jahr als Kassenbub.

 


 

Alle Lumpenkapellen beim Fasnetsspiel / Hochzeitslader und Kassenbuben besprechen sich / Elf Paare in der Stadt unterwegs

Burladingen. Bereits seit Beginn Herbst vergangenen Jahres wirft das 2006 wiederbelebte Burladinger Fasnetsspiel seine Schatten voraus. Proben der Fasnetsspieler, Planungen des Wirtschaftsbetriebs und Treffen der einzelnen Gruppen reihen sich aneinander. Am 7. Februar ist mit „A numgschnappte Verwandtschaft“ das vierte Fasnetsspiel nach seiner Wiederbelebung angesagt.

Jüngst trafen sich die Hochzeitslader und Kassenbuben zu einer Besprechung. Beim ersten Fasnetsspiel hatte man noch auf die Hochzeitslader verzichtet, beim zweiten waren es erstmals drei Paare und beim dritten im vergangenen Jahren konnte man sich an sechs Paaren erfreuen, wie sie auch traditionell überliefert sind. Doch auch die sechs Paare schafften es freilich nicht, alle Haushalte die ihnen zuwinkten und die sie gerne als Gäste gehabt hätten, zu besuchen. So wurde also weiterhin versucht, die Zahl der Hochzeitslader mit ihrem Gefolge zu erhöhen. Die Paare sind nicht mehr wie einstens alleine, sondern mit Hochzeitslader und Musik unterwegs. Und schon deswegen bedarf es einer langfristigen parallel laufenden Organisation. Nun aber scheint die abgeschlossen zu sein und was die Fasnetsspielmacher um Hubert Pfister besonders freut ist die Tatsache, dass mittlerweile alle Lumpenkapellen der Stadt an diesem traditionellen Spektakel teilhaben. Insgesamt werden am Samstag ab zehn Uhr elf Hochzeitladerpaare mit Kassenbuben unterwegs sein. Begleitet werden sie von der Nautleband, je zwei Gruppen der Burladinger Lumpenkapelle und der Schlössleband Gauselfingen, der Hörschwager Hexenmusik, sowie den Lumpenkapellen aus Salmendingen, Melchingen, Killer, Ringingen und Stetten. Die Lumpenkapelle Buzzameggeler Hausen war bereits beim Fasnetsspiel in Kürnbach mit dabei, leider sind ausgerechnet sie am diesjährigen Fasnetsspiel auf Grund anderweitiger Verpflichtungen nicht dabei. Nun haben sich die Hochzeitslader und die größtenteils im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren befindlichen Kassenbuben getroffen. Alles wissenswerte erklärten ihnen Manfred Pfister, Kassenbub der ersten Stunde und Hans Mauz, seit letztes Jahr als Hochzeitslader unterwegs. Besprochen wurde der Tagesablauf. Nach dem Frühstück treffen sich alle Akteure zum großen Gruppenbild, danach geht ein jeder in seinen

Bezirk. Burladingen war im Vorfeld in elf Bezirke eingeteilt worden, die am Treffen den jeweiligen Gruppen zugeteilt wurden. Spätestens um 14.30 Uhr ist mit dem Hochzeitsladen Schluss, dann nämlich formiert sich der närrische Zug mit allen elf Gruppen, dem Läufer und den Fasnetsspielern. Weiter wurde besprochen wie sich jeder nach alter Tradition zu kleiden hat und wie man sich an den Häusern verhält. Ein Kassenbub zog sein Häs an, mehrere Hochzeitslader trugen ihre Sprüche vor und Hubert Pfister zeigte abschließend Filme der bisherigen Fasnetsspiele

 


 

Fasnetsspiel 2008

Rund 600 beim Burladinger Fasnetsspiel / Bier um Bier / Dorfpfarrer bietet sündhaftem Treiben Einhalt
Burladingen (hp). Das Burladinger Fasnetsspiel hat eine über hundertjährige Tradition und die wurde am Wochenende gebührend gefeiert. Auf dem Fasnetswagen war der Zweiakter „Bier um Bier zu sehen. Rund 600 Zuschauer verfolgten das Spektakel und auch die traditionell sechs Hochzeitsladerpaare konnten sich schon am Morgen einer großen Aufmerksamkeit erfreuen.
Die Narrenzunft Nautle hielt sich auch diesem Jahr an die überlieferten Vorgaben wie die Kränze, die Kassenbuben und die Tatsache, dass auch Frauenrollen wie vor hundert Jahren ausschließlich von Männern gespielt werden. „Bier um Bier“ entwickelte sich zu einer Posse, in der die Bauernsöhne Klaus (Martin Obajdin) und Ludwig (Klaus Denuel) um die Gunst der schönen Wirtshaustochter Julie (Bernhard Schmid) buhlten. Bärenwirt Vinzenz Hochreiter (Robert Kramer) und dessen Frau Rosina (Josef Entreß) wollten die aber nicht so ohne weiteres hergeben. Der beste Wirt sollte die Hand der Tochter haben. Um den zu ermitteln wurde ein Wetttrinken veranstaltet, das sich über eine Woche hinzog. Bis der Dorfpfarrer (Hubert Pfister) unter Mithilfe des braven Faktotums Peter (Johannes Holzer) dem sündhaften Treiben ein Ende bereitete. Mit Abführmitteln wurde dem Ludwig und dem Bärenwirt die Freude am Wetttrinken gründlich verdorben, und Klaus erhielt schließlich seine Julie. Eine Belustigung, die ganz nach dem Geschmack der Besucher – darunter auch das gesamte Präsidium der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte und viele Honoratioren der Stadt – war, aber sicher auch die einstigen Fasnetsspieler vor hundert Jahren erfreut hätte. Davor schandelte Läufer Johannes Leibold über manchen Burladinger, die Burladinger Lumpenkapelle umrahmte das Spektakel. Die Kassenbuben Tobias Ritter, Moritz Mühlhansel, Sven Acker, Manfred Pfister, Matthias Bäuerle, Sebastian Stocker und Oliver Acker klapperten mit ihren Kisten und zogen erst weiter, nachdem sie Bares erhalten hatten. Die Kassenbuben hatten ebenfalls einen langen Tag. Waren sie doch schon seit früh mit den Hochzeitsladern  Sebastian Leibold (Braut) und Willi Gastel (Bräutigam), Heinz Mühlhansel und Udo Bartsch, Stefan Acker und Josef Hamm, Thomas Stocker und Eugen Leibold, Lothar Riedinger und Michael Rogall sowie Hans Mauz und Wendelin Acker unterwegs. Begleitet wurden sie von Musikern aus Burladingen und dem Umland. Oliver Simmendinger aus Killer mit seiner Drehorgel, der LuKa Salmendingen, der Nautleband, zwei Kapellen der Schlössleband Gauselfingen und der Hexenmusik Hörschwag. Die „Hauzegscheke“ die die Lader bekommen hatten, wurde nach dem Spektakel zubereitet und an die Besucher ausgegeben. Danach zog sich das närrische Treiben in den Gaststätten, auf der Straße und in Besenwirtschaften fort. Ganz im Sinne der Narrenzunft, die das Fasnetsspiel wieder zu einem Höhepunkt der heimischen Fasnet, zu einem historischen Spiel in vertrauter Umgebung machen will.

 


Wendelin Acker packt nach 55 Jahren wieder den Zylinder / Vor 55 Jahren bereits Fasnetsspieler / Musiker aus dem Umland sind mit dabei


Burladingen (hp). Ja das Burladinger Fasnetsspiel treibt weiter seltsame Blüten. Am Samstag ist es wieder so weit und auf die Besucher und die Gastgeber der Hochzeitslader warten bisweilen gleich mehrere Überraschungen.
1951 fuhr Wendelin Acker nach dem Fasnetsspiel „Wer's Glück hat führt d’Braut heim“ durch die Burladinger Straßen. 1952 stand er in „Daxhannes der Wilddieb“ mit Johann Scheu, Siegfried Klaiber, Josef Müller, Läufer Nikolaus Mauz, Jakob Pfister, Matthias Scheu, Pius Hauser, Josef Mauz, Hermann Schülzle, Zachäus Schülzle und Herbert Malina auf der Bühne im Lindesaal. Nun zieht er nach mehr als 55 Jahren den Zylinder wieder an und begibt sich als Bräutigam zum hauzeglada. Als Braut hat er sich den Schriftführer der Narrenzunft Hans Mauz zur Seite genommen, begleitet werden sie von der Hexenmusik der Hörschwager Spältlesgucker für die sich an diesem Tag Armin Fischer verantwortlich zeigt. Und noch etwas ist bemerkenswert: Kassenbub ist Oliver Acker, Enkel von Wendelin. Über solche Besonderheiten freuen sich die Fasnetsspielmacher freilich, aber über etwas anderes freuen sie sich mindestens ebenso: Bei der Fortsetzung der alten Tradition des hauzeglada im Zusammenhang mit dem Fasnetsspiel, unterhalten sie Unterstützung von Narren aus nahezu dem gesamten Umland. Die traditionell sechs Paare werden von der Nautleband, zwei Gruppen der Schlössleband Gauselfingen, der LuKa Salmendingen, der Hexenmusik Hörschwag  und Drehorgelspieler Oliver Simmendinger aus Killer begleitet. Eine Besonderheit, die man vor nur zehn Jahren kaum für möglich gehalten hätte.


v.l.: Johann Scheu, Siegfried Klaiber, Josef Müller, Nikolaus Mauz,
Jakob Pfister, Lorenz Mathias Scheu, Pius Hauser, Josef Mauz
unten: Wendelin Acker, Hermann Schülzle, Zachäus Schülzle, Herbert Malina

 


Fasnetsspiel am Samstag / „Bier um Bier“ auf dem Fasnetswagen
Burladingen (hp). Das Burladinger Fasnetsspiel hat eine über hundertjährige Tradition. Im Februar vor zwei Jahren hat die Narrenzunft Nautle diese mit großem Erfolg wieder belebt. Am Samstag findet in Burladingen das Spektakel zum dritten mal statt.
Nach dem Jägerstück „Die Treibjagd“ und dem Gemeindespektakel „Staatsbesuch in Eselshausen“ folgt nun ein Wirtshausstück: Bier um Bier“ kommt auf den Fasnetswagen. Ein Zweiakter der in einer ländlichen Wirtsstube spielt und in der eine Tafel mit vielen Kreidestrichen steht. Mehr sei über den Inhalt noch nicht verraten. Die Besetzung bleibt im dritten Jahr fast gleich. Auf der Bühne stehen Robert Kramer als Bärenwirt Vinzenz Hochreiter, Josef Entreß als dessen Gattin die Bärenwirtin Rosina Hochreiter, Bernhard Schmid als deren Tochter Julie, Martin Obajdin als Bauernsohn Klaus, Klaus Denuel als Bauernsohn Ludwig, Johannes Holzer als Faktotum Peter und Hubert Pfister als Dorfpfarrer. Die Burladinger Lumpenkapelle wird den Umzug zum Fasnetswagen an der Fehlaquelle nahe der Zunftstube zur Aufführung begleiten und das Stück umrahmen. Zu Beginn des Fasnetsspiels  wird Läufer Johannes Leibold über manche Schandtat der Burladinger berichten. Ab zehn Uhr morgens sind sechs Paare Hauzeglader mit je einem Kassenbuben in den Gassen unterwegs. Diese werden von der Nautleband, zwei Gruppen der Schlössleband Gauselfingen, der LuKa Salmendingen, der Hexenmusik Hörschwag  und Drehorgelspieler Oliver Simmendinger aus Killer begleitet. Wer sich über einen Besuch der lustigen Gruppe freut, darf sie gerne hereinbitten und ihnen die „Hauzegscheke“ gleich mitgeben, ob in Form von Speck, Eier, Schinken, Zwiebeln, Knoblauch oder sonstigem Essbaren. Über Fasnetsspielbesucher die in altertümlicher Kleidung erscheinen, freut sich die Narrenzunft ganz besonders. Nach dem Fasnetsspiel soll das närrische Treiben wie im vergangenen Jahr in den Gaststätten, auf der Straße und in Besenwirtschaften weitergehen. Überhaupt will die Narrenzunft die Bevölkerung noch mehr einbinden und den Tag - so wie vor hundert Jahren - wieder zu einem Höhepunkt der heimischen Fasnet, zu einem historischen Spiel in heimischen Mauern machen. Und so wird die „Hauzegscheke“ gleich nach dem Fasnetsspiel und dem traditionellen Schlussbild in einer riesigen Pfanne zubereitet und kostenlos an die Besucher verteilt. Darüber hinaus ist der Platz rund um die Zunftstube natürlich bewirtet. Der Eintritt ist frei, die Kassenbuben bitten um Spenden und verteilen einen Flyer mit neuen interessanten Details des traditionellen Burladinger Fasnetsspiels unter anderem über einen ihrer größten Autoren, über Josef Klaiber. In den letzten Wochen wurden der Narrenzunft wieder einige bis lang unbekannte alte Bilder, Theaterbücher oder sonstige Schriftstücke des Fasnetsspiels übergeben. Daran sind die Narren natürlich auch weiter interessiert. Diese nimmt Hubert Pfister entgegen.


Die Burladinger Narrenzunft Nautle lädt recht herzlich zum dritten Fasnetsspiel nach der Wiederbelebung im Jahr 2006 ein. Das Burladinger Fasnetsspiel hat eine über hundertjährige Tradition und wurde am 11. Februar 2006 mit dem Jägerstück „Die Treibjagd“ wiederbelebt. Es folgte am 3. Februar 2007 die Gemeindeposse „Staatsbesuch in Eselshausen“. Auch heuer wird wieder ein Stück aufgeführt: Am 19. Januar um 15.00 Uhr kommt das Wirtshausstück „Bier um Bier“ an der Fehlaquelle nahe der Zunftstube zur Aufführung. Die Burladinger Lumpenkapelle wird den Umzug zum Fasnetswagen begleiten und das Stück umrahmen. Zu Beginn des Fasnetsspiels  wird Läufer Johannes Leibold über manche Schandtat der Burladinger berichten. Ab zehn Uhr sind sechs Paare Hauzeglader mit je einem Kassenbuben in den Straßen unterwegs, die von der Nautleband, zwei Gruppen der Schlössleband Gauselfingen, der LuKa Salmendingen, einer Abordnung der Hexenmusik Hörschwag  und Drehorgelspieler Oliver Simmendinger aus Killer begleitet werden. Über Fasnetsspielbesucher die in altertümlicher Kleidung erscheinen, freut sich die Narrenzunft ganz besonders. Nach dem Fasnetsspiel soll das närrische Treiben wie im vergangenen Jahr in den Gaststätten, auf der Straße und in Besenwirtschaften weitergehen. Überhaupt will die Narrenzunft die Bevölkerung noch mehr einbinden und den Tag - so wie vor hundert Jahren - wieder zu einem Höhepunkt der heimischen Fasnet, zu einem historischen Spiel in heimischen Mauern machen. Und so wird die „Hauzegscheke“ die unter anderem in Form von Speck, Eier, Schinken, Zwiebeln oder Knoblauch gegeben werden kann, gleich nach dem Fasnetsspiel und dem traditionellen Schlussbild in einer riesigen Pfanne zubereitet und kostenlos an die Besucher verteilt.  Der Eintritt ist frei, die Kassenbuben bitten um Spenden und verteilen einen Flyer mit neuen interessanten Details des traditionellen Burladinger Fasnetsspiels. 


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Josef Klaiber: Eine herausragende Persönlichkeit des Burladinger Fasnetsspiels

Burladingen (hp). Das Burladinger Fasnetsspiel wird am 19. Januar zum dritten mal nach seiner Wiederbelebung aufgeführt. Zur Aufführung kommt „Bier um Bier“. Anlässlich der Fortführung der weit über hundert Jahre alten Tradition erinnern die Nautle an einen der größten Aktivisten des Fasnetsspiels: Josef Klaiber.

Eine der herausragenden Personen in der Geschichte des Burladinger Fasnetsspiels war Josef Klaiber. Geboren am 4. Mai 1983 in Burladingen, Fabrikarbeiter und Landwirt. Am 11. Januar 1909 heiratete er Juditha Vögtle. Josef Klaiber schrieb selbst viele Fasnetsspiele. Insgesamt ist er auf sechs existierenden Bildern abgebildet. Bemerkenswert ist, dass Theaterstücke von Josef Klaiber schon damals im Rheinischen Theaterverlag in Euskirchen erschienen sind. Zu seinen Werken gehört „Trotzdem und dennoch“ oder „Der bekehrte Weiberfeind“, ein Lustspiel mit Gesang in fünf Aufzügen, das damals durch den Kauf von zehn Stück mit Aufführungsrechten um 20 Reichsmark erworben werden konnte. Aber auch „Michel auf dem Standesamt“, „Die verhängnisvolle Zeitung“ und „Das Echo“ oder „Wie Kapellmeister Schwindelmayer in der Waldschenke Reklame macht“ – allesamt Einakter – stammen von ihm und wurden verlegt. Durch glückliche Umstände gelangten Exemplare der vorgenannten, aber auch handschriftliche Aufzeichnungen Klaiber's, im vergangenen Jahr in den Besitz der Narrenzunft Nautle. Auch einige der letzten in Burladingen vor einer mehr als 50jährigen Pause aufgeführten Fasnetsspiele wie „Daxhannes der Wilddieb“, „Dienstmann Nr. 24“ oder auch „Wer's Glück hat führt d'Braut heim“ im Jahr 1951 und „Professor Schnäcke in der Sommerfrische“ im Jahr 1952 waren aus der Feder von Josef Klaiber. Wohnhaft war er in der Pfarrgasse 2. Josef Klaiber wurde am 29. Mai 1934 im Alter von 51 Jahren beim Holzfällen in den Gemeindeverwaldungen in der Nähe von Hermannsdorf von einer Tanne erschlagen. In den Kirchenbüchern hat Pfarrer Biener darüber vermerkt„Der Tod trat sofort ein. Er konnte nicht mehr versehen werden. Klaiber war ein stiller strebsamer Mann, Mitglied des Kirchenvorstandes, der Gemeindevertretung, des Kreises.“ In einem Nachruf der örtlichen Presse vom 30. Mai ist zu lesen: „Er war ein guter Familienvater, ein arbeitsfreudiger und regsamer Mann, ein lieber Berufskamerad, gerecht im Wollen, mutig im Bekennen, christlich und sozial in seiner Gesinnung, ein aufrechter Mann, der dem Arbeiterstande Ehre machte, sich frei von Ehrgeiz gehalten, aber viel Achtung, Ansehen und Vertrauen erworben hat, ein uneigennütziger Mithelfer in der Kirchengemeinde und in der politischen Gemeinde, bei den Vereinen.“

 


 

Fasnetspiel 2007


Ein Hoch aufs Fasnetsspiel / „Staatsbesuch in Eselshausen“

Burladingen (hp). Die Narrenzunft Nautle führte am Samstag das Fasnetsspiel „Staatsbesuch in Eselshausen“ auf  dem Fasnetswagen in der Josengasse nahe der Zunftstube auf. Weit über 500 Besucher sahen das Spektakel.
Funk und Fernsehen waren zugegen, das Präsidium und viele viele befreundete Narrenzünfte mischten sich unter das Publikum. Wenn das Herz des Fasnetsspielers da nicht höher schlägt, wann dann? Neu und doch alt war in diesem Jahr wieder einiges. Zunächst aber traf sich die über 60köpfige „Fasnetsspielfamilie„ zum gemeinsamen Frühstück im Cafe Roder. Von dort zogen die Hochzeitslader mit Musik der Lumpenkapelle und der Nautleband sowie den Kassenbuben aus. „Mir wedde eilada zo dr Haozeg heit Mittag a dr Fehla. Kommet au, dr sind eiglada. D’Hauzegscheke däte mr glei mit neamma“. So lautete der Spruch und es war wie früher: Einige Burladinger waren traurig, dass die Hochzeitslader nicht an ihre Tür klopften. Aber mit vier Paaren war es schlichtweg nicht möglich, alle Häuser aufzusuchen. Währenddessen waren Zunftmeister Johannes Leibold und Fasnetsspielorganisator Hubert Pfister mit dem Regionalfernsehen RTF1 und dem Radiosender SWR4 unterwegs, gaben Interviews und erläuterten die Geschichte des Fasnetsspiel. In der Josengasse wurde währenddessen die Bühne hergerichtet, die Fasnetsspieler saßen im Frisiersalon Konni Maier und ließen sich die falschen Bärte ankleben. Schon bald nach 14.00 Uhr trudelten die ersten Besucher ein und es war abzusehen, dass auch in diesem Jahr das Fasnetsspiel ein Besuchermagnet sein wird. Während die Kassenbuben und Hochzeitslader von rührenden Szenen betagter Burladinger berichteten, warfen die Fasnetsspieler einen letzten Blick ins Regiebuch: „Staatsbesuch in Eselshausen“ Ein Bürgermeister und die Honoratioren der Kommune standen Kopf: Nach 300 Jahren kam erstmals Staatsbesuch in die Gemeinde. Dass dabei jeder sein Bestes geben wollte war klar. Robert Kramer alias Bürgermeister Alois Plemperer wuchs über sich hinaus und war Garant für zahlreiche Lacher. Die übrigen Akteure des Fasnetsspiels waren Josef Entreß als seine Frau Rosina Plemperer, Bernhard Schmid als Gemeindediener Kilian Lämple, Hubert Pfister als Oberlehrer Josef Geistreich, Klaus Denuel als Feuerwehrkommandant Max Pumper, Johannes Holzer als Gesangsvereinsvorstand Andreas Lerchle, Martin Obajdin als Kleintierzüchtervorstand Karl Nickel und Michael Mauz als Regierungspräsident. Mit integriert in das Stück war auch die Burladinger Lumpenkapelle, als Michael Mauz als Regierungspräsident im Oldtimer vor die Bühne fuhr. Danach hielt es Gäste wie Spieler noch lange rund um die Zunftstube und in den Gaststätten aber auch in privaten Häusern wurde närrisch gefeiert. Die Hochzeitsschenke: Eier, Speck und mehr, waren zu diesem Zeitpunkt längst in einer großen Pfanne vor dem Fasnetswagen zubereitet und verspeist worden. Die Narrenzunft Nautle durfte viel Lob hören und wird sicher weiter bemüht sein, die örtliche Fasnet mit solchen Köstlichkeiten zu beleben und zu feiern.

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Fasnetsspiel am Samstag / „Staatsbesuch in Eselshausen“
Burladingen (hp). Die Narrenzunft Nautle führt am kommenden Samstag um 15.00 Uhr das Fasnetsspiel „Staatsbesuch in Eselshausen“ auf  dem Fasnetswagen in der Josengasse nahe der Zunftstube auf. Die über hundert Jahre alte Tradition wurde im vergangenen Jahr mit viel Erfolg wiederbelebt.

Ein Bürgermeister und die Honoratioren der Kommune stehen Kopf: Nach 300 Jahren kommt erstmals Staatsbesuch in die Gemeinde. Dass dabei jeder sein Bestes geben will ist klar. Die Akteure des Fasnetsspiels sind Robert Kramer als Bürgermeister Alois Plemperer, Josef Entreß als seine Frau Rosina Plemperer, Bernhard Schmid als Gemeindediener Kilian Lämple, Hubert Pfister als Oberlehrer Josef Geistreich, Klaus Denuel als Feuerwehrkommandant Max Pumper, Johannes Holzer als Gesangsvereinsvorstand Andreas Lerchle, Martin Obajdin als Kleintierzüchtervorstand Karl Nickel und Michael Mauz als Regierungspräsident. Mit integriert in das Stück ist auch die Burladinger Lumpenkapelle. In Gruppen begleitet sie bereits am Morgen die Hochzeitslader die erstmals wieder durch die Straßen ziehen. Die Bräute werden ebenso wie die weiblichen Rollen im Fasnetsspiel nach alter Tradition ausschließlich von Männern gespielt. Der Eintritt ist frei, die Kassenbuben freuen sich aber, wenn etwas in ihre Holzkisten kommt und geben dafür gerne einen neu entworfenen Handzettel über die Tradition des Fasnetsspiels her. Auch die im vergangenen Jahr herausgebrachte Festschrift mit der Geschichte des fasnetsspiel und vielen alten Bildern ist noch zu haben. Die Veranstaltung ist bewirtet. Über Fasnetsspielbesucher die in altertümlicher Kleidung erscheinen, würde sich die Narrenzunft freuen. Nach dem Fasnetsspiel soll das närrische Treiben in den Gaststätten weitergehen.

 

Staatsbesuch in Eselshausen / Am 3. Februar wird wieder gespielt / Erstmals auch wieder Hochzeitslader mit dabei

Burladingen (hp). Die Fasnetsspieler der Narrenzunft Nautle stehen wieder in den Startlöchern. Zwei Treffen haben bereits stattgefunden. Am 3. Februar wird das Fasnetsspiel „Staatsbesuch in Eselshausen“ aufgeführt.

Bereits um die Jahrhundertwende wurden in Burladingen so genannte Fasnetsspiele aufgeführt, bei denen auf einem Wagen Theaterstücke unter freiem Himmel aufgeführt wurden. Diese Tradition setzte sich zwischen den Weltkriegen fort. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurde, allerdings dann häufig im Lindensaal, weiter Theater gespielt. Im Laufe der fünfziger Jahre schlief die Tradition des Fasnetsspiels aber dann gänzlich ein. Die Wiederbelebung des traditionellen Burladinger Fasnetsspiels am 11. Februar diesen Jahres wurde zu einem großartigen Erfolg dem rund 500 Besucher beiwohnten. Die Tradition soll an der kommenden Fasnet fortgeführt werden. Zur Aufführung kommt am 3. Februar um 15.00 Uhr das Stück „Staatsbesuch in Eselshausen“. Ein Bürgermeister und die Honoratioren der Kommune stehen Kopf: Nach 300 Jahren kommt erstmals Staatsbesuch in die Gemeinde. Dass dabei jeder sein Bestes geben will ist klar. Mit integriert in das Stück ist auch die Burladinger Lumpenkapelle. In Gruppen begleitet sie bereits am Morgen die Hochzeitslader die erstmals wieder durch die Straßen ziehen. Am Morgen des Fasnetsmontag zogen seinerzeit meist sechs Paare als Braut und Bräutigam verkleidet durch die Straßen. Auch die (schwarze) Braut wurde stets von einem Mann gespielt. Beim so genannten „Hauzeglada“ wurde zu einer Hochzeit eingeladen, indirekt aber auf das nachmittägliche Fasnetsspiel vor dem Rathaus hingewiesen: „Miar wette zor Haozeg eilada, kommet au heit Middag am zwoi as Rothaus, d'Scheke dätemer glei mit neamma“. Auch die Kassenbuben sind wieder im Einsatz und der Läufer wird mit den Schandtaten der Bürger das Spektakel eröffnen. Die Kassenbuben werden ein neues Faltblatt mit sich führen, in dem weitere alte Bilder und Wissenswertes abgedruckt sind. Auch die kleine Chronik die in diesem Jahr erschien gibt es noch zu haben. In die neuerliche Aufführung lässt die Narrenzunft die Erfahrung des letzten Fasnetsspiels mit einfließen. So gibt es wegen der ungewissen Witterung eine kürzere Pause und auch insgesamt soll der Ablauf kompakter gestaltet werden. Auch weiterhin sind die Nautle an allem interessiert was mit dem Fasnetsspiel zusammenhängt, seien es alte niedergeschriebene Fasnetsspiele, Plakate oder Fotos. Die Relikte vergangener Zeit werden von Hubert Pfister (07475/4117) gesichtet und selbstverständlich wieder zurückgegeben.

Burladinger Fasnetspiel: weitere Info
Fasnetspiel 2007 Werbeplakat Download



 

Festschrift an Bürgermeister Harry Ebert übergeben

Burladingen. Bürgermeister Harry Ebert war der erste, der die Festschrift zum Burladinger Fasnetsspiel in Händen halten durfte. Zunftmeister Johannes Leibold und Hubert Pfister der den Inhalt zusammengestellt hat, händigten ihm am Montag das erste Exemplar aus.

Auf 20 Seiten wird die Geschichte des Burladinger Fasnetsspiels erklärt, zahlreiche alte Bilder sind darin abgedruckt. Zu diesem Zweck war Hubert Pfister bei vielen älteren Burladinger Bürgern unterwegs um sie zu befragen. Die Resonanz war vor allem in den zurückliegenden Wochen überwältigend. Neben zahlreichen alten Bildern und Fakten ist auch manche Anekdote verewigt und auch ein Artikel der Burladinger Heimatdichterin Marie-Theres-Baur ist in der Festschrift festgehalten. Die Narrenzunft Nautle belebt die in Burladingen weit über hundert Jahre alte Tradition des Fasnetsspiels neu. Wie schon um die Jahrhundertwende wird auf einem Wagen ein Theaterstück im Freien gespielt. Der Zweiakter „Die Treibjagd“, traditionell dargestellt von ausschließlich männlichen Darstellern, mit Kassenbuben, Läufer und Musik kommt am Samstag 11. Februar um 15.00 Uhr auf dem Fasnetswagen vor der Zunftstube an der Fehla zur Aufführung. Der Eintritt ist frei, die Kassenbuben nehme eine Spende gern entgegen. Die Festschrift kann am Samstag gegen einen geringen Unkostenbeitrag bei der Narrenzunft erworben werden. Bürgermeister Harry Ebert zeigte sich beeindruckt von der Geschichte des Fasnetsspiel und beglückwünschte die Narrenzunft dazu, dass sie mit der Widerbelebung des Fasnetsspiels der Stadt ein Stück heimatlichen Brauchtums wiedergibt.



 

Fasnetspiel 2006

Fasnetsspieler in den Startlöchern / Am Samstag 11. Februar steigt das Fasnetsspiel
„Die Treibjagd“

Um 15.00 Uhr kommt „Die Treibjagd“ zur Aufführung.

Wie schon um die Jahrhundertwende wird auf einem Wagen ein Theaterstück im Freien gespielt. Der Zweiakter „Die Treibjagd“, traditionell dargestellt von ausschließlich männlichen Darstellern, mit Kassenbuben, Läufer und Musik kommt am Samstag 11. Februar um 15.00 Uhr auf dem Fasnetswagen vor der Zunftstube an der Fehla zur Aufführung. Der Eintritt ist frei, die Kassenbuben werden wie einst mit ihren Holzkisten klappern sie nehmen eine Spende gern entgegen. Außerdem kann man eine Festschrift erwerben, in der die Geschichte des Fasnetsspiels, Anekdoten und interessante Bilder verewigt sind. Die Veranstaltung ist bewirtet. Zur Aufführung kommt „Die Treibjagd“, ein heiteres Jagderlebnis in zwei Akten. Die Mitwirkenden sind Hubert Pfister, Michael Mauz, Johannes Holzer, Robert Kramer, Andreas Eisler, Martin Obajdin, Klaus Denuel, Bernhard Schmid und Josef Entreß. Läufer ist Johannes Leibold, als Kassenbuben laufen Manfred Pfister, Sebastian Stocker, Markus Dehmer und Sven Acker. Bereits um die Jahrhundertwende wurden in Burladingen so genannte Fasnetsspiele aufgeführt, bei denen auf einem Wagen Theaterstücke unter freiem Himmel aufgeführt wurden. Diese Tradition setzte sich zwischen den Weltkriegen fort. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurde, allerdings dann häufig im Lindensaal, weiter Theater gespielt. Im Laufe der fünfziger Jahre schlief die Tradition des Fasnetsspiels aber dann gänzlich ein.


Die Akteure die nach rund 50 Jahren das Fasnetsspiel wieder neu beleben:
v.l. stehend: Martin Obajdin, Michael Mauz, Läufer Johannes Leibold, Johannes Holzer und Hubert Pfister.
sitzend v.l. Klaus Denuel, Robert Kramer, Josef Entreß, Bernhard Schmid und Andreas Eisler.

 


Fasnetsspiel am 11. Februar 2006/ Nautle beleben jahrhundertalte Tradition neu

Burladingen (hp). Bereits um die Jahrhundertwende wurden in Burladingen so genannte Fasnetsspiele aufgeführt, bei denen auf einem Wagen Theaterstücke im Freien gespielt wurden. Die Narrenzunft Nautle belebt am 11. Februar diese Tradition neu und veröffentlicht zudem eine Broschüre mit der Geschichte der Fasnetsspiele.

Diese Tradition der Fasnetspiele setzte sich zwischen den Weltkriegen fort. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurde, allerdings dann im Lindensaal, weiter Theater gespielt. Im Laufe der fünfziger Jahre schlief die Tradition des Fasnetsspiels aber dann gänzlich ein. Zahlreiche alte Bilder, die auch in der Ausstellung „Alte Burladinger Fasnet“ im Jubiläumsjahr 2005 gezeigt wurden, zeugen von dieser alten Tradition, die bei der Bevölkerung regen Zuspruch fand. Die Narrenzunft Nautle will diese Tradition wieder aufleben lassen und veranstaltet am 11. Februar 2006 um 15.00 Uhr, nach langjähriger Unterbrechung, wieder ein Fasnetsspiel auf einem Wagen in der Josengasse neben der Zunftstube. Mit einem kleinen Büchlein will die Narrenzunft im Rahmen der Brauchtumspflege zudem mehr über das Fasnetsspiel erzählen. Entsprechend den Möglichkeiten wurde recherchiert, wurden alte Fotografien gesammelt, die die Geschichte wieder lebendig werden lassen. Kaum war Weihnachten vorbei, wurde in Burladingen ein mal wöchentlich mit den Proben für das Fasnetsspiel begonnen. Die Theaterspieler die nach 20.00 Uhr zu Probe kamen, mussten zehn Pfennig in eine Kasse zahlen. Ausschlaggebend war dabei das Schulglöckchen. Ging es knapp zu, dann wurde auch mal von innen die Türschnalle nach oben gedrückt, um ein Verspäten bewusst herbeizuführen. Eine Besonderheit des Burladinger Fasnetsspiels war es, dass nur Männer mitspielten. Auch Frauenrollen wurden von Männern übernommen. Die ältesten Bilder des Burladinger Fasnetsspiels stammen um das Jahr 1900. In den meisten Jahren wurde der Wagen am Fasnetssamstag vor der Linde aufgebaut. Wer während des Wagenaufbaus am Samstag vor der Linde vorbeilief und kein Geld gab, dem wurden Hut oder Schal genommen. Die einbehaltenen „Pfandstücke“ wurden in der Linde gesammelt und konnten nach der Fasnet meist gegen 20 Pfennig wieder ausgelöst werden. An diesem Abend fand auch die Hauptprobe im Lindensaal statt, die meist von den älteren Einwohnern des Dorfes besucht wurde.




Bereits um die Jahrhundertwende wurden in Burladingen Fasnetsspiele aufgeführt, bei denen auf einem Wagen Theaterstücke im Freien gespielt wurden. Am Fasnetsmontag wurde vor dem Rathaus gespielt, am Dienstag im Pfarrhof. Bei dem Wagen handelte es sich oft um einen Pritschenwagen des Burladinger „Güterbeförderers“, der von zwei Rössern gezogen wurde. Um den Wagen auf die richtige Breite zu bringen, wurden Balken der Breite nach auf den Wagen gelegt und mit breiten Brettern bedeckt. Auf dem hinteren Teil des Wagens befand sich eine Hütte aus Stroh in der sich die Akteure teilweise aufhielten. Das Dach war in drei Lagen mit Stroh eingedeckt, auf dem Dach der Hütte waren meist zwei kleine Tannen angebracht. Jeder Mitspieler musste einen Kranz bringen der meist auf dem Dach der Hütte befestigt wurde. Der Kranz wurde von der jeweiligen Freundin der Fasnetsspieler angefertigt. Zu Beginn des Fasnetsspiels berichtete der Läufer, die Burladinger Traditionsfigur, aus dem Dorfgeschehen. In der Pause spielte der Musikverein auf. Es waren meist lustige Bauernstücke die zur Aufführung kamen, aber auch alpenländische Bühnenstücke in denen es oft um die Liebe ging. Häufig spielten Uniformen eine Rolle wie etwa ein Polizist. Während der Aufführung liefen die vier Kassenbuben umher und sammelten mit ihren viereckigen Holzkisten Geld. Normalerweise gab man nur wenige Pfennige. Wollte einer nicht zahlen, wurde vor diesem mit den Holzkisten geklappert, dass er nicht mehr viel vom Theaterstück verstand. Erst als der Betroffene etwas in die Holzkiste warf, zog der Kassenbub weiter. Der Läufer ging während des Theaters mit der leeren Schnupftabakdose durchs Publikum und fragte: „Wid au amol schnupfa?“ Das war eine Aufforderung Geld in die leere Schnupftabakdose zu legen. Alles in allem war es ein einträgliches Geschäft für Läufer und Spieler, da sie das ersammelte Geld behalten durften. Traditionell wurde nach dem Fasnetsspiel ein Foto von allen Akteuren gemacht, als das Publikum bereits weg war. Der Läufer posierte meist in der Mitte etwas erhaben, vorne lagen die vier Kassenbuben auf dem Boden. Die meisten erhaltenen Bilder stammen von Alex Mühlhansel. Der Zweiakter „Die Treibjagd“, traditionell dargestellt von ausschließlich männlichen Darstellern, mit Kassenbuben, Läufer und Musik kommt am Samstag 11. Februar um 15.00 Uhr auf dem Fasnetswagen vor der Zunftstube an der Fehla zur Aufführung. Eintritt frei, die Kassenbuben nehme eine Spende gern entgegen.


Läufer Pius Jauch in den 30er Jahren


Fasnetswagen 1926 mit Franz Schülzle

Hintere Reihe v.l.n.r.
Johann Hauser (Schnook Johann), Jakob Maier (Hermannsdorfer Str.), Mathias Entreß
(Hechinger Str.), Andreas Jauch (Küfer Bruckstaig), Karl Holzer (Jörgengässle),

Mittlere Reihe v.l.n.r.
Johann Mauz (Küfer im Wasen), Sebastian Scheu ( Hennabäschtel Reuteweg, Vater von Frido Scheu),
Josef Klaiber (Pfarrgasse), Meinrad Hauser (Hermannsdorfer Str.), Johann Pfister ( Alois-Hauser- Str.),
Max Scheu (Hauptstr.),

Kassenträger liegend v.l.n.r.
Josef Scheu (Hermannsdorfer Str.), Konrad Maier (Hechinger Str.), Engelbert Entreß (Cafe` Roder), Josef Cavada (Josengasse)



Läufer und Kassenbuben sind mit dabei / Auch das Hochzeitsladen gehörte dazu Bereits um die Jahrhundertwende wurden in Burladingen Fas-netsspiele aufgeführt, bei denen auf einem Wagen Theaterstücke im Freien ge-spielt wurden. Allenthalben werden die Mitglieder der Narrenzunft Nautle derzeit auf ihr aktu-elles Vorhaben angesprochen, das alte Fasnetsspiel wiederzubeleben. War das Fasnetsspiel vor hundert Jahren noch einer der Höhepunkte des Jahres, so schlief es im Laufe des Jahrhunderts doch ein. Am Morgen des Fasnetsmontag zogen meist sechs Paare als Braut und Bräutigam verkleidet durch die Straßen. Auch die (schwarze) Braut wurde stets von einem Mann gespielt. Beim so genannten „Hauzeglada“ wurde zu einer Hochzeit eingeladen, indirekt aber auf das nach-mittägliche Fasnetsspiel vor dem Rathaus hingewiesen: „Miar wette zor Haozeg eilada, kommet au heit Middag am zwoi as Rothaus, d'Scheke dätemer glei mit neamma“. Die Hochzeitlader erhielten in der Regel 50 Pfennig. Kamen sie nicht vorbei, waren die Anwohner zum Teil gekränkt. Um zwölf Uhr war das Hoch-zeitladen beendet, am Nachmittag ging es dann zum Fasnetsspiel. Immer wieder gab es auch Eier und Rauchfleisch was über die Fasnet hinweg in der Linde ver-speist wurde, da die Fasnetsspieler ja bekanntermaßen nicht mehr oft zu Hause waren. Die Straßen wurden von einem Verantwortlichen eingeteilt. In den 20er Jahren und darüber hinaus war dies Josef Klaiber aus der Pfarrgasse 2. Streit gab es dabei auch hin und wieder, wer denn nun die besten Straßen erhalten solle, wo etwa der Bürgermeister, Fabrikanten oder andere honorige Bürger wohnten. Das Geld wurde vom jeweils Verantwortlichen eingesammelt und später wieder gerecht zugeteilt. Auch die Kassenträger erhielten beim Hochzeitsladen eine zu-geteilte Straße, die jedoch nicht so lukrativ war. Die Kassenbüble waren etwa 15 bis 16 Jahre alt, trugen helle hoch gestülpte Hosen, da man sich damals Knie-bundhosen nicht leisten konnte. Unten an der Hose wurde ein buntes Band an-gebracht. An einem gewöhnlichen Hut wurden ein rotes Band und ein Reservis-tenstrauß befestigt. Weiße Strümpfe verliehen letztlich ein Aussehen ähnlich einer Tiroler Tracht. Während der Aufführung liefen die vier Kassenbuben um-her und sammelten mit ihren viereckigen Holzkisten Geld. Zu Beginn des Fas-netsspiels berichtete der Läufer, die Burladinger Traditionsfigur, aus dem Dorf-geschehen. Doch auch das variierte im Lauf der Jahre. So erzählte eine zeitlang der Läufer in den Pausen von den besonders lustigen Ereignissen und nach dem Bauernstück wurde noch ein lustiger Einakter von etwa 20 Minuten Länge durch die selben Spieler aufgeführt. Der Läufer berichtete davon, wenn etwa jeman-dem der Hausschlüssel in den Bach gefallen oder einem der Heuwagen umgefal-len war. Die Geschichte war auf Papier geschrieben und zu einer drei bis vier Meter langen Rolle zusammengeklebt die der Läufer über den Wagen hinunter-hängen ließ. Und so verkündete er etwa: „I hau no an Meter“. Das Hochzeitsla-den wollen die Nautle in diesem Jahr noch nicht in Angriff nehmen vielleicht


Meist sechs „Paare“, Braut und Bräutigam zogen am Morgen des Rosenmontag durch die Burladinger Straßen


Unser Bild zeigt Herbert Malina und Konrad Pflumm im Jahr 1958 beim Hochzeitladen.

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