Beschreibung Nautle

Der Nautle war nach mündlicher Überlieferung ein altes, knickriges Albbäuerlein, das neben der Landwirtschaft mit verschiedenen Hausiererwaren handelte. Der Begriff Nautle ist ein alter Übernahme der Burladinger und wurde deshalb als Symbolfigur für die Burladinger Fasnet übernommen. Die Figur, die neben der Holzmaske, Pfeife, Schnupf- und Halstuch auch noch ein landwirtschaftliches Gerät im bäuerlichen Jahresablauf (gegliedert in die 4 Jahreszeiten) mit sich führt, wird charakterisiert mit dem alten Spruch:

Witzig und gradraus

bockboinig bis detnaus

und wenn's sei muaß au saugrob,

des isch da Nautle ihra Lob.

Nautle bedeutet soviel wie: die Halsstarrigen und Dickköpfigen, die mit zäher Verbissenheit an ihren Rechten und Grenzen festhalten. Alte Chroniken erzählen, daß die Burladinger oft heftige Fehden und Kleinkriege gegen die Zollerngrafen führten, wenn man ihnen ein gutes, altes Recht nehmen wollte. Kurz, den Burladinger Nautle war nicht beizukommen.

Im schwäbischen Wörterbuch v. Adelbert v. Keller, Hermann Fischer u. Wilhelm Pfleiderer v. 1936 findet man unter „ Knautle “ die Erklärung „Spottname derer von Burladingen wegen ihres verdruckten, eigensinnigen“. Im Laufe der Zeit ließ der Schwabe das harte „K“ wohl einfach weg, so dass der Name „Nautle“ entstand.

Häs und Maske wurden nach einem Entwurf von Ehrenzunftrat Christian Ritter gefertigt. Die Maske ist ein Entwurf und Gestaltung von Florian Schloßer aus Eigeldingen bei Stockach und das Häs wurde von Trudi und Willy Gastel und Annerose Fauler im Detail gestaltet wie er heute zu sehen ist. Am 2. Februar 1977 wurde die Maskengruppe erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, was ein Höhepunkt für die junge Zunft darstellte.


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